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Topseller: Krise beflügelt Coaching

Studie

Coaching ist das Weiterbildungsformat, das durch den Konjunktureinbruch den stärksten Auftrieb erhalten hat, wie eine aktuelle Umfrage des Weiterbildungsmagazins managerSeminare zeigt. Gestaffelt nach Themen laufen laut Untersuchung Maßnahmen aus den Bereichen Verkauf und Führung aktuell besonders gut. Auch Kurzformate liegen weiter im Trend.

Der Konjunktureinbruch hat vielen deutschen Coachs ein Auftragsplus beschert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Bonner Weiterbildungsmagazins managerSeminare. Knapp zwei Drittel der 88 Coaching-Anbieter unter den Umfrageteilnehmern notiert im ersten Halbjahr 2009 eine steigende Nachfrage nach diesem Beratungsformat. Insgesamt haben sich 98 Weiterbildungsanbieter an der Studie beteiligt. Generell scheinen individuelle Weiterbildungsund Beratungsformate im aktuellen Abschwung Auftrieb zu bekommen. Die Nachfrage nach Training-on-the-Job und strategischer Beratung hat ebenfalls angezogen. Das konstatieren rund die Hälfte der Umfrageteilnehmer, die diese Formate anbieten. Ein Drittel von ihnen vermeldet eine stabile Nachfrage.

Die Verlierer unter den Weiterbildungsformaten sind die offenen Seminare. Einen starken Rückgang der Buchungszahlen in diesem Bereich beklagen 38 Prozent der Umfrageteilnehmer, 16 Prozent verbuchen leichte Rückgänge. Das entspricht den Erfahrungen der vergangenen Krise in den Jahren 2001/2002. Auch damals wurden zuerst die offenen Seminare gestrichen. Eine mögliche Erklärung: Offene Seminare nutzen die Unternehmen vor allem dazu, Standardthemen wie Präsentation und Rhetorik einer großen Anzahl von Führungskräften und Mitarbeitern zu vermitteln. Mithin bilden diese Maßnahmen einen erheblichen Kostenfaktor mit entsprechend großem Einsparpotenzial.

Deutliche Zuwächse bei Verkaufsthemen

Gleichfalls wenig verwunderlich: Das Weiterbildungsthema, das aktuell am besten läuft, ist Verkaufen. Mehr als 60 Prozent der Umfrageteilnehmer (Grundgesamtheit diesmal: 83) verbuchen eine steigende Nachfrage nach Angeboten in diesem Segment. Ein weiteres Dauerbrennerthema der Weiterbildung hat in der Krise offensichtlich ebenfalls noch einmal einen Schub bekommen: Führung. Einen Anstieg der Nachfrage machen mehr als die Hälfte der 89 Anbieter von Führungsmaßnahmen aus, die an der Umfrage teilgenommen haben. Ein möglicher Grund für diese Entwicklung: Durch die öffentliche Diskussion um Managementfehler sind Führungskräfte als die neuralgischen Punkte für den Unternehmenserfolg noch stärker in den Fokus der Top-Entscheider und Personalentwickler gerückt. Gefragt wurde in der Studie auch nach einem aktuellen Topseller. Knapp 40 Prozent der Weiterbildner gaben an, ein einzelnes Angebot im Portfolio zu haben, das derzeit besonders gut läuft. Die genannten Maßnahmen reichen dabei von 'Bewerbungsinterviews führen' über 'Projektmanagement' bis hin zu 'Mobbing und Konflikt'. Lediglich zwei Themenbereiche tauchen bei den Topseller-Nennungen mehrfach auf. Zum einen wieder Verkauf und Vertrieb: Mehr als jedes vierte genannte Topseller-Angebot fällt in diesen Bereich. Zum anderen der Bereich der Trainer-Qualifizierung. Zehn Prozent der genannten Topseller richten sich an die Zielgruppe der Weiterbildner. Zu diesem Ergebnis passt, dass 40 Prozent der Teilnehmer seit Krisenbeginn eine stärkere Nachfrage nach Train-the-Trainer-Maßnahmen verbuchten.

Weiterbildner sind besonders weiterbildungswillig

Als noch aktiver in puncto Weiterbildung erweisen sich derzeit die Beschäftigten in der Boom-Branche Gesundheit / Sozialwesen. 41 Prozent der Umfrageteilnehmer zählten im ersten Halbjahr 2009 mehr Kunden aus diesem Segment, ebenso viel machten eine konstante Nachfrage aus. Stark bzw. leicht zurückgegangen ist indes die Nachfrage nach Weiterbildung durch Produktionsunternehmen, wie die Hälfte der Befragten angibt. Dieses Ergebnis deckt sich mit den Zahlen, die die Bundesagentur für Arbeit Mitte Juli 2009 herausgegeben hat. Diesen zufolge haben die Produktionsunternehmen die Kurzarbeit bisher kaum zur Weiterbildung der Beschäftigten genutzt, sondern stattdessen wieder den Rotstift an der Qualifizierung angesetzt. Besonders gut über die Ladentische der Weiterbildner gehen seit Anfang des Jahres günstige Angebote. Maßnahmen mit einem Preis von maximal 600 Euro pro Teilnehmer verkaufen sich deutlich bzw. leicht besser, sagen über 40 Prozent der Umfrageteilnehmer, die Angebote in diesem Preisbereich besitzen.

Trend zum Kurzformat ist
ungebrochen

Diese Entwicklung dürfte auch darin begründet sein, dass es im Niedrigpreissegment viele kurze Maßnahmen gibt. Denn der Trend zum Kurzformat in der Weiterbildung, der bereits vor der Krise zu beobachten war, ist ungebrochen, durch den Konjunktureinbruch wohl eher noch beflügelt worden. Im Bereich der ein- bis zweitägigen Angebote vermelden 36 Prozent der Anbieter einen leichten bzw. starken Anstieg der Nachfrage. Eine stärkere Nachfrage nach Ultrakurzformaten, die maximal einen halben Tag dauern, können sogar 55 Prozent der Weiterbildungsanbieter verzeichnen.

Autor(en): (Andree Martens)


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