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Studie: Europäer befürworten flexible Arbeitszeiten

Flexible Arbeitszeiten und Arbeitsorte werden immer selbstverständlicher. Das zeigt die bislang unveröffentlichte Studie 'Arbeitsmöglichkeiten in der Zukunft' von der Europäischen Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedin-gungen, Dublin. Befragt wurden 12.649 Arbeitnehmer aus 15 EU-Ländern.
Demnach arbeiten mehr als die Hälfte der Beschäftigten (EU-Durchschnitt 54 Prozent) wöchentlich mehr als 40 Stunden (Deutschland: 56 Prozent). Zwei von drei Arbeitnehmern machen regelmäßig Überstunden, zum Teil bezahlt, zum Teil unbezahlt (EU: 62 Prozent, Deutschland: 71 Prozent). Mehr als die Hälfte der Befragten kann das Mehr an Arbeit wieder in Freizeit ausgleichen. 59 Prozent derjenigen, die Freizeit nicht als Kompensation für Überstunden nehmen können, würden dies aber gerne tun...
Insgesamt würde jeder vierte Arbeitnehmer gerne seine Arbeitszeit reduzieren (Deutschland: 26 Prozent). Sei es, um mehr Zeit für sich selbst zu haben oder aber um Beruf und Familie besser vereinbaren zu können. Dabei werden unterschiedliche Muster präferiert: So würden 40 Prozent lieber bei voller täglicher Arbeitszeit tageweise frei nehmen. Jeder Achte wünscht sich einen Wechsel von Perioden der Vollarbeit mit solchen der Freizeit. Und jeder Fünfte würde am liebsten flexible Arrangements in Abstimmung mit dem Betrieb treffen.
Mit dem Wunsch nach Arbeitszeitenreduzierung rücken auch Themen wie Teilzeit und Telearbeit verstärkt in den Blickpunkt: Jeder zehnte Mitarbeiter würde Teilzeit arbeiten, jeder achte könnte sich diese Arbeitsform zumindest für einen zeitlich begrenzten Zeitraum vorstellen. Auch die Bereitschaft, in den eigenen vier Wänden zu arbeiten, ist hoch. So würde es jeder dritte Beschäftigte begrüßen, zumindest hin und wieder zu Hause arbeiten zu können (EU-Durchschnitt: 31 Prozent). In Deutschland sind sogar 41 Prozent bereit dazu.
Dem Sabbatical scheinen die Europäer ebenfalls nicht abgeneigt zu sein. Mehr als die Hälfte findet diese Auszeit vom Job sinnvoll (EU: 57 Prozent, Deutschland: 53 Prozent). Zwei Drittel der Befragten würden die Zeit zum Reisen und Entspannen nutzen, jeder vierte würde sich sogar weiterbilden wollen. Vier Prozent würden sich in dieser Zeitspanne ehrenamtlich betätigen oder politisch aktiv werden.
Die Ergebnisse der Studie zeigen, daß die Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten in hohem Maße vorhanden ist. Sie zeigen aber auch, daß Mitarbeiter ihre eigenen Vorstellungen hinsichtlich ihrer Arbeitszeit einbringen wollen und somit auch der Arbeitgeber flexibel sein muß. Mit einem Arbeitszeitmodell für alle wird es nicht getan sein.

Autor(en): (nbu)

Kontakt: Jobst R. Hagedorn, Fachverlag Deutscher Wirtschaftsdienst GmbH, Marienburger Straße 22, D-50968 Köln, Tel.: 0221-9 37 63-15, Fax:-9 37 63 91.


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