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Studie: Das Problem der hohen Arbeitslosigkeit unter Älteren ist hausgemacht

An der hohen Arbeitslosigkeit unter Älteren ist Deutschland selbst schuld. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Bonner Forschungsinstituts zur Zukunft der Arbeit (IAZ). Vor allem falsche Anreize im Arbeits- und Rentenrecht sind Ursachen für die im europäischen Vergleich auffallend hohe Arbeitslosigkeit, so die Forscher.

Zu den falschen Anreizen aus der Politik zählt laut Studie die im Sozialgesetzbuch vorgesehene Option zum vorzeitigen Ausscheiden aus dem Erwerbsleben auf Kosten des Sozialstaates sowie die subventionierte Altersteilzeit. Auch die so genannte 58-er Regelung, nach der ältere Menschen Arbeitslosengeld 1 oder 2 beziehen können, ohne dem Arbeitsmarkt tatsächlich zur Verfügung zu stehen, behindere deren Integration. Kritik übten die Forscher auch an der Bundesagentur für Arbeit (BA). Dass deren Förderprogramme auf Arbeitslose über 50 Jahre zugeschnitten sind, sei wenig Erfolg versprechend, so die Studie. Effiziente Förderung müsse bereits viel früher im Erwerbsleben stattfinden, also auch für die jüngeren Altersklassen gewährt werden. Außerdem halten die Forscher die Kategorisierung der Angebote unter dem Signet '50 plus' für diskriminierend. Indirekt könne sie damit zur Verschärfung des Problems der Arbeitslosigkeit unter Älteren beitragen, so die IZA-Experten.

Einen deutlichen Nachteil der Älteren auf dem Arbeitsmarkt sieht die Studie in deren mangelnder Wahrnehmung von Weiterbildungsmaßnahmen. Als Folge so entstandener Wissensdefizite lassen sich laut Untersuchung Produktivitätsdefzite festmachen, die eine Weiterbeschäftigung oder gar eine Einstellung eines lebenserfahrenen Mitarbeiters hemmen. Die Studienautoren fordern vom Gesetzgeber, dass er Weiterbildung zum ebenso selbstverständlichen Bestandteil jeder Erwerbsbiografie macht wie die private Altersvorsorge. Derzeit beschränke sich die aktive Arbeitsmarktpolitik für Ältere darauf, deren Untätigkeit zu subventionieren antatt einen Beitrag zu ihrer Beschäftigung zu leisten, heißt es in der Untersuchung harsch.

Einen Grund für die erhöhte Arbeitslosenquote unter Älteren lassen die Bonner Forscher indes nicht gelten: deren angeblich höhere Löhne. Abgesehen von älteren Tarifverträgen aus dem öffentlichen Dienst sei nicht zu erkennen, dass das Gehalt schneller steige als die Arbeitsproduktivität. Die kompletten Studienergebnisse stehen zum kostenlosen Download bereit unter www.iza.org. Linkführung: Personen/Mitarbeiter/Dr. Werner Eichhorst/Beschäftigung Älterer in Deutschland: Der unvollständige Paradigmenwechsel

Autor(en): (com)

www.iza.org


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