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Spieleset 'Co-Operate': Die Bombe platzt - der Knoten nicht

Drei Tools zu einem Thema – das bietet 'Co-Operate', ein Spieleset zum Teamtraining. Training aktuell hat aus dem großen silbernen Koffer ein Spiel ausgewählt und getestet, ob die tickende Zeitbombe die Teamleistung verbessert.

Das Angebot: Teams dabei helfen, ihre Zusammenarbeit effektiver zu gestalten – das ist das Ziel des Engländers Dr. Meredith Belbin, und zu diesem Zweck hat er auch 'Co-Operate' entwickelt. Der 14 Kilo schwere Trainingskoffer enthält drei Spiele: Für 'Schreiben im Team' liegt ein großer schwerer gußeiserner Ring bei, in dessen Mitte ein Stift befestigt ist. Über acht Schnüre, die am Ring befestigt sind, sollen die Mitspieler den Ring gleichmäßig bewegen und dadurch vorgegebene Figuren nachzeichnen. Für 'Team entwickeln' liegen acht magnetische Bretter und 51 unterschiedliche magnetische Bauteile vor. Jeder Mitspieler muss auf seinem Brett eine eigene Figur bauen, doch die Ressourcen sind knapp: Nur in Absprache mit den anderen können die Teile so verteilt werden, dass alle Bilder entstehen können. Für den anstehenden Test wird das dritte Angebot – die 'Team-Rettung' – ausgewählt.

Der TA-Check: Allein die Ausstattung fesselt die Aufmerksamkeit: Das Spiel 'Team-Rettung' besteht aus einer Bombenattrappe, die rund 30 cm hoch und ein Kilo schwer ist. Das vermeintliche Geschoss wird mittig auf einem orangefarbenen, kreisrunden Feld platziert, das einen Durchmesser von rund zwei Metern hat. Ich erkläre der Gruppe, dass sie die gemeinsame Aufgabe haben, die gefährliche Bombe zu bergen. Allerdings liegt diese in einem See, der gefährliche Dämpfe abgibt. Deshalb dürfen die sechs Mitspieler das Feld weder berühren noch über ihm hantieren. Als einziges Werkzeug stehen fünf unterschiedlich lange Seile zur Verfügung. Zusätzlicher Stressfaktor: Die Bombe kann mit einem Schalter 'scharf gestellt' werden und tickt dann bedrohlich. Zehn Minuten bleiben den Spielern, um die Bombe aufrecht aus der Gefahrenzone zu bringen – bei Fehlversuchen, etwa wenn die Attrappe kippt, ertönt ein Signalton.

Die sechsköpfige Gruppe, die das Ziel schnell verstanden hat, teilt sich in zwei Teams: Drei Strategen sollen Lösungsmöglichkeiten erarbeiten, drei 'Handwerker' sollen später die Bergung übernehmen. Das übersichtliche 'Trainers Manual' verrät dem Spielleiter, dass es drei Wege zum Ziel gibt. Auf einen kommt die Gruppe nach rund zehn Minuten: Sie knotet die fünf Seile zu zwei gleich langen zusammen, schlingt sie entgegengesetzt um die Attrappe und versucht sie anzuheben. Ohne Erfolg. Es wird umgeknotet, an der Feinabstimmung gearbeitet, über Schwerkraft diskutiert und tapfer weiter versucht – doch es ist schwer, den imaginären Sprengkörper in der Luft stabil zu halten. Um die Aufgabe zu erleichtern, befestige ich einen Gummiring an der Attrappe, der den Seilen Halt geben soll. Trotzdem misslingen weitere Versuche, die die Gruppe wird unruhig. Weil ich es nicht schaffe, neue Konzentration aufzubauen, breche ich das Spiel nach 30 Minuten ab. 

Der TA-Eindruck: Eine tickende Zeitbombe – diese Metapher kommt beim Team sehr gut an. Engagiert machen sich die Mitspieler an die Arbeit. Dass sie kläglich scheitern, ist offenbar eine Ausnahme: Wolfgang Bergander, der den Koffer in England entdeckt hat und ihn in Deutschland bekannt machen möchte, setzt die 'Team-Rettung' seit acht Jahren in seinen Trainings ein und hat diesen Fall noch nicht erlebt. Im Gegenteil: Eigentlich sollen die Übungen nach der ersten Etappe schwerer gemacht werden (etwa durch Augenbinden), um Change Management und Prozessoptimierung zu veranschaulichen. Entweder hat Bergander mehr Feinmotoriker im Seminar – oder er hat mehr Motivationsgeschick als ich.

TA-Fazit: Ein lohnenswertes Schwergewicht, das gut durchdacht und vielfältig einsetzbar ist, aber nicht auf die leichte Schulter genommen werden kann.

Co-Operate. Belbin Associates, Cambridge, 2002, 990 Euro

Autor(en): (Corinna Moser)

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