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Rezension: Innovationsfähigkeit durch Reflexivität

Was raten Sie Führungskräften, die ihre Organisation innovativer gestalten wollen? Welches theoretische Modell steht hinter Ihren Empfehlungen? Können Sie wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse vorbringen, zum Beispiel bei einer Präsentation Ihres Change-Management-Projekts vor dem Vorstand?

Wer sich mit solchen Fragen befasst, findet in diesem Buch Antworten. Frank Schirmer, BWL-Professor an der TU Dresden, stellt zusammen mit seinem Team die Erkenntnisse aus fünf Fallstudien knapp, prägnant und durchweg gut lesbar dar. Dabei leiten die Autoren ihr theoretisches Modell aus der Kritik an vielen 'tool-orientierten' Change-Konzepten ab. Denn allzu oft scheitern durchdachte Veränderungsvorhaben, weil sie zu wenig auf die betreffende Organisation abgestimmt sind.

Hier setzt das Modell der institutionellen Reflexivität an. Es geht davon aus, dass Lernbarrieren und Abwehr von Innovation nicht erst bei Veränderung zutage treten, sondern zur Normalität einer Organisation gehören. Werden diese täglichen Innovationsbarrieren nicht erkannt, dann scheitert ein Veränderungsversuch nach dem anderen.

Überzeugend legen die Autoren dar, dass reflexive Strukturen wie Balanced Scorecard, Reporting Systems oder Mitarbeiterbefragungen allein nicht viel über die tatsächliche Reflexivität einer Organisation aussagen. Stattdessen müssen die Instrumente im konkreten Kontext von Innovationsprozessen und Innovationsbarrieren angewendet werden.
Die fünf Fallstudien aus den Bereichen der öffentlichen Verwaltung, Lifesciences, Medizintechnik, technische Produktion und Fahrzeugindustrie mit Betriebsgrößen zwischen 20 und 50.000 Mitarbeitern zeigen: Hier liegen die Barrieren zum Teil in mangelnder Vernetzung und zu wenig Wissensaustausch zwischen den Mitarbeitern, zum Teil in fehlenden Projektstrukturen oder einem fehlenden Verständnis für den Sinn der Veränderung.

Die Bandbreite der eingesetzten Managementinstrumente ist repräsentativ: Projekt- und Prozessmanagement, Workshops zur Organisationsentwicklung, abteilungsübergreifende Projektgruppen, Stellen- und Rollenentwicklung. Im Rahmen der Fallstudien konnten die jeweiligen Innovationsbarrieren leichter identifiziert und passende Maßnahmen dafür entwickelt werden, um sie zu überwinden.

TA-Fazit:
Eine theoretisch interessante Studie mit vielen Anregungen für praktisches Change Management.

(Hubert Kuhn)

Frank Schirmer, Daniel Knödler, Michael Tasto: Innovationsfähigkeit durch Reflexivität. 195 S., Springer Gabler, Wiesbaden 2012, 42,95 Euro



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