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Rezension: Ich habe keine Lösung ... aber ich bewundere das Problem

Bereits der treffend gewählte Buchtitel macht neugierig auf die weitere Lektüre, denn der Leser ahnt bereits, dass dieser Coaching-Ansatz für Überraschungen sorgen kann. Jonathan Briefs, Kommunikationstrainer und Coach der österreichischen Skispringer, zeigt auf erfrischende Art und Weise, wie der Provokative Stil im Coaching wirkungsvoll eingesetzt werden kann.

Hierfür gibt er in 15 thematisch abgesetzten Hauptkapiteln Einblick in die Kunst der paradoxen Interventionen, um Problemstarre, -verschiebung oder -vermeidung aufzulösen. Mit einer Vielzahl von provokativen Methoden nähert sich der Autor dem Wesen des Problems an und macht im gleichen Zuge dahinter liegende Blockaden aus. So beleuchtet er unter anderem die Unfähigkeit, Ziele zu erreichen, sich zu fokussieren, Gedankenkreisel zu stoppen oder Ängste abzubauen. Das Ziel, den Klienten wieder handlungsfähig zu machen, gelingt durch ironische Bemerkungen ('Augen auf bei der Problemauswahl'), Symptomverschreibungen ('Denken hilft nicht') oder der Kopfstand-Methode als paradoxe Aufforderung ('Was würden Sie tun, um das Berufsleben, das Sie erträumen, zu verhindern?') besonders gut. Niemals zynisch, immer heiter werden hier mittels des Provokativen Stils althergebrachte Denkmuster gelöst, die Selbstmotivation gestärkt und der Flow durch befreiendes Lachen und viel Humor wieder hergestellt.

Um die provokative Coachingmethode nicht überzustrapazieren, fügt der Autor in regelmäßigen Abständen Einzel- und Gruppenübungen, Selbstbefragungen und Phantasiereisen ein und verweist der Anschaulichkeit halber auf Beispiele und Anekdoten aus der Welt der österreichischen Skispringer. Diese Gruppe der Leistungssportler steht stellvertretend für die Wichtigkeit von Konzentration, Zielfokussierung, Umgang mit Wettkampfsituationen und dem Scheitern.

Coachs und Therapeuten erhalten mit Briefs' Handbuch eine Fülle an hilfreichen kreativen Formulierungen und Übungen. Aber nicht nur sie dürften sich angesprochen fühlen. So eignet sich der Titel auch und gerade für all diejenigen, die sich mit einem Schmunzeln aus der eigenen Problemstarre lösen sowie dem persönlichen Jammertal erheben möchten.

TA-Fazit: Ein lesenswertes Buch, das sich wohltuend von der aktuellen Coachingliteratur abhebt.

Martina Cyriax

Jonathan Briefs: Ich habe keine Lösung ... aber ich bewundere das Problem. 176 S., Kösel, München 2013, 16,99 Euro


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