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Rezension: Analograffiti

Die fabelhafte Welt der Vera F. Birkenbihl besteht aus KaWa, KaGa und Tuckatee. Gemeint sind damit keine Kakao- oder Teesorten sondern Kreativitätstechniken, die die Autorin anschaulich anhand zahlreicher Experimente, Zeichnungen und Fallbeispiele beschreibt. 'Das große Analograffiti Buch. Ein Trainingsprogramm - gehirn-gerecht zu mehr Intelligenz & Kreativität' ist, was der Untertitel verspricht: Ein kompaktes Kreativitätsseminar zwischen zwei Buchdeckeln.
Die Publikation liefert dem Leser eine umfassende Einweisung in die Kreativitätstechniken à la Birkenbihl. Nach einem Intro zur Gedächtnistheorie - die Autorin geht davon aus, dass das menschliche Erinnerungsvermögen wie ein assoziatives Netzwerk funktioniert - warten gleich die ersten 'Experimente' auf den Leser. Mit Stift und Papier bewaffnet soll er ein 'KaGa' zeichnen - und zwar eine Hieroglyphe zum Begriff 'Blick'. KaGa steht für kreativ, Analograffiti, grafisch und assoziativ. Der angehende 'Analograffiti-Künstler' ist aufgefordert, seine Assoziationen in ein stilisiertes Bild zu fassen. Um das Assoziieren zu erleichtern, hilft Birkenbihl mit einer weiteren Technik aus: dem Wissens-ABC. Dieses 'Alphabet' ähnelt dem beliebten Stadt-Land-Fluss unserer Kindertage: Begriffs-Assoziationen von A bis Z werden gelistet. Ziel: Dem Leser soll klar werden, was er weiß und was nicht. Bei der Methode 'KaWa' indes - das W steht hierbei für 'Wort' - werden wie beim Scrabble rund um die Buchstaben eines Wortes neue Wörter und Assoziationen aufs Papier 'gelegt'.
Positiv hervorzuheben ist die klare, leicht verständliche Sprache. Komplizierte Themen wie den Aufbau des menschlichen Gedächtnisses erklärt Birkenbihl mit Hilfe von sprachlichen Metaphern oder selbst gemalten Bildern. Die zahlreichen bunten 'Analograffitis' auf jeder Buchseite - mal als große, zweiseitige Zeichnung und mal als kleine Randskizze - prägen den gesamten Leseeindruck: Dem Leser wird anschaulich vor Augen geführt, wie Probleme anhand von KaWas oder KaGas dargestellt und kreative Lösungswege gesucht werden können. Eher störend wirken hingegen die ständigen Verweise auf weitere Veröffentlichungen der Autorin und die recht eigenwillige Rechtschreibung: Neben ihren eigenen Wortschöpfungen neigt Birkenbihl dazu, Wortsilben, die sie betonen möchte, mit Hilfe von Bindestrichen und Großschreibung hervorzuheben.
Die Lektüre lohnt sich somit für Leser, der bereit sind, sich auf die Gedanken- und Sprachwelt von Birkenbihl einzulassen und Spaß daran haben, Probleme anhand bunter Zeichnungen zu lösen. Wer als Trainer jedoch sein Wissen über Kreativitätstechniken erweitern möchte, der sollte auf Publikationen mit einer breiteren Vielfalt an Methoden zurückgreifen.

Fazit: Einführung in eine spezielle Kreativitätstechnik. Eher was für Birkenbihl-Fans.

Von Vera F. Birkenbihl, 240 S., geb., Junfermann, Paderborn 2002, ISBN 3-87387-493-8, 24,90 Euro.

Autor(en): (kqu)


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