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OECD-Studie belegt deutschen Bildungsnotstand

Bei der Ausbildung von Hochqualifizierten kann Deutschland nicht mit den führenden Industrienationen mithalten. Das stellt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in ihrem Bildungsbericht fest, der im September 2008 vorgestellt wurde. Laut OECD liegt der Anteil der Erstsemester an Hoch- und Fachhochschulen im Länder-Durchschnitt bei 56 Prozent eines Jahrgangs. Hierzulande entscheiden sich nur 37 Prozent für ein Studium. Einziger Lichtblick am Horizont: Die Absolventenzahl der deutschen Hochschulen stieg von 2000 bis 2006 von 18 auf 21 Prozent an. Dieses Plus kann im Ländervergleich jedoch nicht beeindrucken: Im OECD-Schnitt erhöhte sich die Quote im gleichen Zeitraum von 28 auf 37 Prozent.

'Im internationalen Vergleich kann die Entwicklung in Deutschland nicht befriedigen', kommentierte OECD-Bildungsdirektorin Professor Dr. Barbara Ischinger die Ergebnisse. Bei der Vorstellung der Studie in Berlin erklärte sie: 'Deutschland verliert bei der Ausbildung der Hochqualifizierten trotz einiger positiver Schritte weiter an Boden.' Angesichts des Geburtenrückgangs und eines wachsenden Bedarfs an höher qualifizierten Fachkräften sei die globale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands langfristig 'deutlich gefährdet', mahnte Ischinger.

Wie groß Deutschlands Chancen sind, den Anschluss an die führenden Industrienationen wieder zu schaffen, darüber sind die Experten geteilter Meinung. Optimisten verweisen auf den Hochschulpakt von Bund und Ländern, dessen Ziel es ist, die Zahl der Studienanfänger zu erhöhen. Pessimisten führen ins Feld, dass Studiengebühren und gestiegene Lebenshaltungskosten viele Studenten von der Hochschulausbildung abhalten. Darüber hinaus machen viele Universitäten mit rigiden Zugangsvoraussetzungen von sich reden. Wegen klammer Kassen sehen sie sich nach eigener Aussage dazu gewungen, die Zahl der Studienplätze zu dezimieren. Die Universitäten fordern mehr Geld für Bildung – und bekommen in diesem Punkt Schützenhilfe von der OECD: Der vorgelegte Bericht kritisiert, dass Deutschland 2005 nur 5,1 Prozent seines Brutto-Inlandsprodukts (BIP) für Bildung ausgegeben hat. Die OECD-Länder wandten durchschnittlich 6,1 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung für die Finanzierung ihrer Bildungsangebote auf. Um eine Verbesserung der Situation zu erreichen, hat die deutsche Bundesregierung eine Qualifizierungsinitiative geplant. Deren Ziele sollen am 22. Oktober 2008 beim sogenannten Bildungsgipfel vorgestellt werden.

Autor(en): (com)


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