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Learntec-Impressionen: Der Umzug ist geglückt

Mit Spannung wurde sie erwartet, die 15. Learntec, die vom 13. bis 15. Februar 2007 stattfand. Mit Spannung deshalb, weil die in den vergangenen Jahren stark in die Kritik geratene Kongressmesse erstmals an einem neuen Standort stattfand: in den neuen Messehallen vor den Toren Karlsruhes, in Rheinstetten. Erste Impressionen in Text und Bild.

Eröffnung der Learntec durch dm-Chef Götz W. Werner:

'Wissen, was kommt' lautet der Slogan der Learntec. Im vergangenen Jahr zum ersten Teil des Relaunches der Learntec entwickelt, hagelte es dieses Jahr Kritik an dem selbst gewählten Motto von prominenter Stelle: 'Wissen macht alt' lautete die Antwort von Götz W. Werner auf den Slogan. Der geschäftsführende Gesellschafter von dm war einer der Keynoter der 15. Learntec in Karlsruhe. Selbstbewusst und streitbar ging er mit dem Motto in Klausur. 'Nur Lernen hält jung'. Ob sich die Learntec-Macher mit der Wahl des Eröffnungsredners einen Gefallen getan haben? Die Ausstellerhalle trägt den Namen der Drogeriekette - 'dm-Arena' -, doch auf E-Learning setzt Werner bei der Weiterbildung seiner Mitarbeiter nicht, wie er freimütig zugab.

Visionen von Hermann Maurer

Einen Moderator gab es nicht, als Hermann Maurer am zweiten Kongresstag seine Keynote halten wollte. Der Professor, der seit einer Jugendwette nie mehr mit Schlips gesehen wurde, nahm es gelassen, kündigte sich selbst an und faszinierte fortan mit Zukunftsszenarien. Seiner Ansicht nach dauert es nicht mehr lange, bis wir den Handy-Computer haben, der alles miteinander kombiniert: Telefon, PC, Kamera, GPS, Mikrofon, Lautsprecher etc. Nicht mehr geben wird es nach seiner Vision Harddisks, Bildschirme, Tastaturen, Batterien und Akkus. Der sichtbare Teil dieses modernen Computers besteht aus einem Taschen-PC und einer Brille mit eingebauter Kamera. Das Keyboard wird dreidimensional auf Augenhöhe eingeblendet, daher laufen wir mit den Händen vor dem Gesicht fuchtelnd durch die Straßen. Beherrschen werden wir dann Teile der Taubstummensprache, damit wir mit einigen wenigen Gesten in unsere Kamera kommunizieren können. Das alles bleibt jedoch nicht ohne Folgen: So faszinierend die neue Technikwelt auch ist, sie wird laut Maurer Tribute fordern. 'In 25 Jahren beherrscht niemand mehr die Handschrift', prophezeite der Grazer Professor. Und eine große Abhängigkeit sieht Maurer auf uns zukommen. Zu erkennen bereits jetzt, da seit dem Taschenrechner kaum noch jemand Kopfrechnen kann, und seit es das Navigationsgerät gibt, niemand mehr darauf achtet, wo er langfährt. 'Der Muskel Gehirn wird nicht mehr trainiert, wir verlassen uns immer mehr auf externe Speicher', so der Österreicher über einen Trend, der neue Bedrohungen mit sich bringen kann: massive Cyberangriffe. 'Was passiert mit uns, wenn mehrere Wochen lang der Strom ausfallen würde?', gab Maurer zu bedenken.

Aus Marrakesch wird Slidestar

Das Geheimnis ist gelüftet: Das im Vorfeld der Learntec unter dem Codenamen Marrakesch als Neuerung der imc AG, Saarbrücken, angekündigte Tool wurde nun offiziell vorgestellt: Aus Marrakesch wurde Slidestar. Und Slidestar steht für eine Web 2.0-Community-Plattform. Mit Slidestar kann Content ausgetauscht, recherchiert, mobil genutzt und durch die Nutzer bewertet werden. Der Charme des neuen Tools besteht laut Volker Zimmermann darin, dass die E-Lectures automatisch getagged und indexiert werden. 'So sind die Hürden auf beiden Seiten gering: Lehrende können Inhalte leicht einstellen, Lernende können Inhalte leicht finden', so der Vorstand der imc AG. Im praktischen Einsatz befindet sich die Plattform bereits an der Universität Freiburg.

Thementag Training und Weiterbildung

Bereits zum zweiten Mal gestaltete der Didacta Verband einen Thementag auf der Learntec. Durchschnittlich 70 bis 80 Zuhörer fanden sich zu den Vorträgen auf dem Themenforum ein. Auch hier ging es unter anderem um das Trendthema der diesjährigen Learntec schlechthin: nämlich Web 2.0. Der Referent Marco Ripanti erntete kritisches Nachfragen: 'Wer hat Sie hier überhaupt reingelassen?', fragte ein Zuhörer - offensichtlich besorgt, dass durch das Vorstellen kostenlos erhältlicher Web 2.0-Anwendungen kommerzielle E-Learning-Anbieter arbeitslos werden könnten...

Gefühlte Leere

Die offiziellen Zahlen zeigen: Der befürchtete Gau des Learntec-Umzugs blieb aus. Mit 270 Ausstellern waren es nur wenige weniger als im Vorjahr, mit 7.000 Besuchern konnte die Messe an das Vorjahresergebnis anschließen. Und der Kongress verbuchte sogar ein deutliches Plus: doppelt so viele Besucher wie im Vorjahr, nämlich 1.000. Doch gefühlt wurde anderes. Immer wieder wurde die Frage gestellt, ob tatsächlich alle Aussteller der drei Hallen des ehemaligen Geländes in dieser einen neuen Halle untergekommen sind? Noch dazu, da es großzügige Freiflächen wie die unten abgebildete Business-Lounge gab? Auch die Gänge wirkten leerer. Doch das war Schein. Durch die offene Architektur wirkte nur alles lichter, freier, geräumiger. Die hohe Holzdecke, das Tageslicht, die modernen Lounges, die Übersichtlichkeit - das passt zu einer Technikmesse, so der Tenor von Ausstellern und Besuchern. Der Umzug auf das neue Messegelände vor den Toren Karlsruhes, nach Rheinstetten, wurde also angenommen - trotz langer Anfahrtswege aus der Stadt.

Autor(en): (Nicole Bußmann)


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