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Fernlernen: Angebot und Nachfrage sind gewachsen

Mehr Anbieter, mehr Angebote – die Fernlernbranche ist auch im Jahr 2008 gewachsen. Zu diesem Ergebnis kommt die Fernunterrichtsstatistik, die das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung (DIE) im Oktober 2009 vorgelegt hat: 140 Fernlehrinstitute identifizierte das DIE im Jahr 1991, dem ersten Jahr der Untersuchung – 2008 waren es schon 340 Anbieter. Fast die Hälfte der angeschriebenen Institute gab für die Untersuchung Auskunft, etwa über die Zahl der durchgeführten Maßnahmen. Das Ergebnis: Im Jahr 2008 konnten die Anbieter ihre Kunden für 223.212 Kurse begeistern. Das entspricht einem Zuwachs von rund 3.400 im Vergleich zum Vorjahr.

Wenig Änderung ergab sich bei Inhalten: Am häufigsten buchten die Kunden Wirtschaftslehrgänge (24 Prozent) und Kurse, die zu einem Schulabschluss führen (18 Prozent). An dritter Stelle stehen Kurse zu Freizeit, Gesundheit und Haushaltsführung (17 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich stellenweise eine Verschiebung der Nachfrage. Größter Verlierer ist die Sozialwissenschaft: Kurse etwa zu den Themen Politik und Zeitgeschehen gingen etwa um 79 Prozent zurück, Inhalte der Pädagogik und Psychologie verloren acht Prozent. Zulegen konnten die Lehrgänge, die einen staatlichen Abschluss in Betriebswirtschaft, Technik oder Übersetzung versprechen (plus 16 Prozent), und Sprachkurse (plus zehn Prozent).

Ein homogenes Bild zeigt sich bei den Zielgruppen der Fernlehrinstitute: Bei ihnen sind in etwa gleich viele Männer wie Frauen eingeschrieben (48 zu 52 Prozent). Auch die Altersstruktur ist ausgewogen: Fernlernen ist eine Domäne der 25- bis 29-Jährigen (23 Prozent), aber auch bei den 20- bis 24-Jährigen (19 Prozent) und bei den älteren Berufstätigen beliebt (30 bis 34: 16,3 Prozent, 35 bis 39: 13,6 Prozent, 40 bis 49: 16,8 Prozent). Kaum erreicht werden lediglich die 20-Jährigen (3,7 Prozent) und die über 50-Jährigen (5,2 Prozent). Diese Zielgruppen begeistern sich jedoch generell wenig für berufliche und allgemeine Weiterbildung.

Autor(en): (com)


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