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FernUniversität baut Regionalzentren auf

Die FernUniversität Hagen hat Deutschland neu unterteilt: in 13 Regionen, die jeweils ein neues Regionalzentrum zur Betreuung der Studierenden erhalten sollen. Ihr neues Konzept stellte die Hochschule im November 2009 vor; bis 2012 sollen alle Regionalzentren ihre Arbeit aufnehmen. Bislang gründeten die Vor-Ort-Angebote der FernUniversität auf Kooperationen: In Nordrhein-Westfalen wurden die sogenannten Studienzentren, in denen etwa Studenten beraten oder Präsenzseminare abgehalten werden, gemeinsam mit den Kommunen betrieben. In den anderen Bundesländern arbeitete die FernUniversität mit ortsansässigen Hochschulen zusammen. Letztere hatten die Partnerschaft jüngst häufig angezweifelt, weil sie ihre Ressourcen lieber gänzlich zur Betreuung der eigenen Studenten einsetzen wollten.

In die Neuordnung der Vor-Ort-Betreuung investiert die FernUniversität fünf Millionen Euro aus eigenen Mitteln. Es ist 'ein sehr großes Projekt', sagt Pressesprecherin Susanne Bossemeyer. Doch die Kraftanstrengung wird sich ihrer Ansicht nach lohnen: 'Wir können jetzt eine einheitliche Struktur aufbauen', so Bossemeyer. Einen weiteren Vorteil sieht sie darin,  dass alle Verwaltungsmitarbeiter und Mentoren künftig nur noch bei der FernUniversität und nicht mehr bei Kooperationspartnern angestellt sind. 'Dadurch können wir die fachliche Beratung verbessern und stärker mit unseren Fakultäten verzahnen.'

Das erste Regionalzentrum wurde in Berlin eröffnet, zum Wintersemester 2009/2010 haben Anlaufstellen in Hagen und Coesfeld ihren Betrieb aufgenommen. Im Sommer 2010 sollen Hamburg und Hannover folgen, danach kommen Bonn, Karlsruhe, Nürnberg, Neuss, Stuttgart, Frankfurt, Leipzig und München. Das Ziel: 75 Prozent aller Studenten sollen in maximal 75 Kilometer Nähe eine Anlaufstelle vorfinden. Dass sich die Investitionen wegen sinkender Studentenzahlen nicht lohnen könnte – darüber macht sich die Hochschule keine Sorgen: Zum Wintersemester 2009/2010 hatten sich 67.000 Studenten in Hagen eingeschrieben. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Zuwachs von 20 Prozent.

Autor(en): (com)


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