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Die erste Coaching-Convention: 'Coaching für alle' kommt an

Sowohl Coaching-Profis als auch Laien wollte die erste Coaching-Convention in Köln ansprechen. Dieser Spagat ist gelungen, doch das lag nicht an den Inhalten, sondern vielmehr an der Performance und Präsenz der Referenten. Vor allem die Live-Coachings stießen bei den Teilnehmern auf großes Interesse.

Gereizte Gemüter und lange Gesichter erwarteten Rainer Maria Faßbender, als er die Gäste zu seiner ersten Coaching-Convention am 14. März 2008 begrüßte. Der Grund für den Groll: Geworben hatte Faßbender mit einem noblen Veranstaltungsort, dem Kölner Hyatt-Hotel. Zwei Tage vor Beginn teilte sein Team dann formlos mit, man habe eine andere Bettenburg als 'Kooperationspartner' gewonnen und die Coaching-Convention dahin verlegt. Doch nicht alle Tagungs-Gäste hatten die E-Mail mit dem Hinweis erhalten. Das Ergebnis: Während die Vorträge bereits begannen, irrten manche Gäste noch am Rheinufer und auf der Suche nach dem richtigen Hotel umher.

Weniger Teilnehmer als erwartet

'Derzeit sind etwa 100 Menschen hier', schätzte Faßbender bei der Eröffnung der Coaching-Convention. 'Rund 80 müssten noch unterwegs sein. Sie trudeln sicher im Laufe des Tages hier ein', erklärte er gelassen. 180 verkaufte Tickets – das dürfte ein Grund für den kurzfristigen Wechsel des Veranstaltungsortes vom großen Hyatt in das kleinere nh Hotel gewesen sein. Denn gerechnet hatte Faßbender mit weitaus mehr Besuchern: 'Angepeilt waren 380 bis 420 Besucher', gab er offen zu.
Warum die Besucherzahl so weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist? 'Die Vorlaufzeit von einem halben Jahr war zu kurz', mutmaßte Faßbender. An seinem Konzept zweifelte er nicht. 'Public and Business meet Coaching' lautete das Motto. Die Idee: mit der Veranstaltung sowohl Trainer, Coaches und Personalentwickler als auch Coachinginteressierte ohne Vorwissen anzusprechen.
Statt tief greifender Diskussionen mit Coaching-Koryphäen setzte der Herausgeber des Magazins 'Horizont Mensch' deshalb auf einen lockeren Mix unterschiedlicher Themen und Darstellungsformen. So hatte er zum einen publikumswirksame Redner und Autoren wie TV-Coach Stefan Frädrich und Gedächtnistrainer Gregor Staub eingeladen. Zum anderen setzte er auf Präsentationen nicht ganz alltäglicher Trainings- und Coaching-Ansätze. So präsentierte Marion Witte ihr Führungstraining mit Falken und Samurai-Trainer Frank Trompetter und Christa Schiffer schwangen ihre Schwerter.

Mitreißende Performance der Referenten

Laien wollte Faßbender mit seinem Programm ansprechen – doch gekommen waren überwiegend erfahrene Trainer, Coaches und Personalentwickler. Ob man diese Zielgruppe auch mit Vorträgen zu Themen wie 'Networking', 'Speed-Reading' und 'Gehirn-Jogging' beeindrucken kann? Man kann, wie die Referenten bewiesen. Das lag nicht immer an den Inhalten, die oft sehr grundlegend waren, sondern vielmehr an der durchweg professionellen und mitreißenden Performance, die die Referenten an den Tag legten.
Auf großes Interesse stießen auch die zahlreichen Live-Coachings, die einen Einblick in die Arbeit von Coaches ermöglichten. Wie groß der Unterschied zwischen deren Herangehensweise sein kann, zeigte sich beispielsweise an den Auftritten; von Dr. Gundl Kutschera und Sabine Asgodom, die ihre Arbeit am gleichen Tag vorstellten.
Die Psychotherapeutin Gundl Kutschera, die unter anderem bei Virgina Satir, Milton Erickson und Richard Bandler ausgebildet worden ist, sprach mit leiser und besänftigender Stimme auf ihren Coachee ein, den sie die gesamte Zeit an der Hand hielt. 'Wir müssen in Resonanz mit uns und unserem Umfeld sein, dann wird Unmögliches möglich', erklärte Kutschera. Um diese Resonanz bei ihrem Coachee herzustellen, arbeitete Kutschera mit ihr am Bild der 'inneren Sonne', die neue Kraft geben soll.
Weitaus handfester ging es im Live-Coaching von Sabine Asgodom zu. 'Bei mir muss alles schnell gehen', erklärte die Bestsellerautorin aus München. Zum Beweis ihrer lösungsorientierten Arbeit coachte sie gleich sechs Teilnehmer, die mit höchst verschiedenen Anliegen um Hilfe baten. In ihrer Demonstration zeigte sich Asgodom weit entfernt vom Diktum der 'Beratung ohne Ratschlag'. Die Münchnerin kreiste das Problem ihrer Coachees schnell und gradlinig ein, spitzte schlagfertig zu und machte Lösungsvorschläge.

Coaching-Awards verliehen

Coaches und Coaching zum Anfassen – dieses Konzept ging in Köln auf. Auch wenn nur ein Bruchteil derer, die sich während der dreitägigen Veranstaltung präsentierten, klassische Coaches waren. Eindeutig auf Coaches ausgerichtet waren jedoch die Awards, die auf der Convention erstmals vergeben werden. Den Preis für den besten Nachwuchscoach unter 35 Jahre bekam Daniela Ben A. Said, Gründerin und Geschäftsführerin des Instituts für Management Coaching 'Quid agis'. Michael Weidner und Ralph Hauck, Geschäftsführer der Stuttgarter Aramis GmbH, erhielten den Award für das beste Coachingkonzept – sie coachen Saleskräfte der Automobilbranche zum Thema Authentizität. Für besondere Verdienste und Leistungen im Coaching wurde Dr. Noni Höfner ausgezeichnet. Sie gilt als eine markante Vertreterin des provokativen Stils.
Dubiose Randnotiz zur neuen Auszeichnung: 'Die Jurymitglieder wollen nicht genannt werden', berichtete Faßbender. Ob das Preisgericht im nächsten Jahr selbstbewusster ist, wird die nächste Coaching-Convention zeigen. Sie soll im April 2009 stattfinden.


Autor(en): (Corinna Moser)


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