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Das neue alte E-Learning

Die Talfahrt scheint gestoppt. Zum ersten Mal seit Jahren konnte die Learntec wieder einen kleinen Besucherzuwachs vermelden. 5.600 Besucher (Vorjahr: 5.200) kamen vom 2. bis 4. Februar 2010 nach Karlsruhe. 99 Prozent der Teilnehmer fielen laut Besucherbefragung unter die Kategorie Fachbesucher, 87 Prozent gaben an, am Beschaffungsprozess von Weiterbildungstools in ihrem Unternehmen direkt beteiligt zu sein. Die Kongressorganisatoren – allen voran Britta Wirtz, seit Anfang 2009 Sprecherin der Geschäftsführung der ausrichtenden Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH – dürften angesichts der Zahlen aufgeatmet haben. Die diesjährige Learntec kann als kleiner Erfolg verbucht werden, ihre neue Positionierung als 'internationale Leitmesse und Kongress für professionelle Bildung, Lernen und IT' wurde zumindest nicht abgestraft.

Der Schritt zur Umpositionierung war mutig, wenngleich auch nötig. Noch 2009 firmierte sie als 'internationale Fachmesse für Bildungs- und Informationstechnologie' und drohte damit, der Entwicklung des elektronischen Lernens nicht länger gerecht zu werden. E-Learning ist längst kein Nischenthema mehr, es hat die Bildung durchdrungen, ist bei den Menschen und in der Realität angekommen. E-Learning ist daher nicht tot, wie gern formuliert wird. Es ist nur eben anders, als man es sich jahrelang vorgestellt hat: Es besteht eben nicht nur aus großartigen virtuellen Welten, sondern manchmal ganz simpel aus PowerPoint-Folien zur Vorlesung, die man sich runterladen kann. Oder aus Podcasts, mit denen man Vorträge nacharbeitet, oder aus sozialen Netzwerken, in denen Lernen in Form von Austausch ganz nebenbei passiert. Keine leichte Herausforderung, die vielfältigen Formen des Lernens adäquat und attraktiv darzustellen – den technischen Lösungen in Form von Learning-Management-Systemen, virtuellen Klassenräumen und Autorentools Raum zu geben, Web 2.0 erfahrbar zu machen und die Anknüpfungen zum Präsenzlernen sichtbar zu machen.

Auf dem die Messe begleitenden Kongress gelang die Darstellung der Symbiose ansatzweise. Zumindest standen Themen wie Führungskräfteentwicklung auf der Agenda. Die Frage etwa: Wie lernen Wissensarbeiter? war allgegenwärtig. Auf der Messe gelang die Präsentation von E-Learning als Alltag eher schlecht als recht. Daran änderte auch die neue Bildungsarena mit dem Bildungsforum nichts. Von vielen Technikanbietern wurde das Areal (noch?) eher als Fremdkörper wahrgenommen. Von einer konsequenten Umsetzung des neuen Untertitels kann also noch nicht die Rede sein.

Dennoch: Die Macher der Learntec gucken positiv in die Zukunft, neuer Tatendrang ist zu verspüren, neue Kooperationspartner wie etwa das BMBF sollen gewonnen werden. Auch eine neue Spitze gibt es: Nach 18 Jahren geben die Learntec-Gründer Prof. Uwe Beck und Prof. Winfried Sommer ihr Baby aus der Hand. Fortan werden Prof. Dr. Peter Henning und Sünne Eichler dem Beirat der Learntec vorstehen. Was sie für Neuerungen bringen werden? Die nächste Learntec wird es zeigen.

Autor(en): (Nicole Bußmann)


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