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DGFP-Kongress 2010: ein Dino im Wandel

Es war ein lustiger Fauxpas: Anlässlich der Percussion-Show 'Beats & Noises' wurden am ersten Kongressabend in Wiesbaden Rasseln verteilt: kleine Plastikeier mit Reis drin, die auch als Visitenkartenständer gebraucht werden können. Gebrandet waren sie mit DGFP, Unterzeile www.dgpf.de. DGPF? Richtig, ein Buchstabendreher, die Deutsche Gesellschaft für Personalführung hatte sich per Rassel versehentlich auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Photogrammetrie verortet.

Das falsche Labeling war in gewisser Weise programmatisch. Nicht, dass sich die DGFP umbenennen will, wohl aber will sie ihr Erscheinungsbild und Auftreten verändert wissen. Sie will moderner, interaktiver, offener, frischer werden. Eine erste Auswirkung dieses Ansinnens konnten die Teilnehmer des DGFP-Kongresses erleben: Statt gewohnter parlamentarischer Bestuhlung fanden sich als Zeichen für mehr Interaktivität runde Tische im Plenumsraum. Auch inhaltlich wurde auf erste Interaktion gesetzt: Die Firma swarmworks zeigte im Plenum, was sie unter Schwarmintelligenz versteht, indem sie die Teilnehmer zu einer gemeinsamen Flugsimulation einlud: Zusammen navigierten die Kongressbesucher das DGFP-Flugzeug durch die Herausforderungen der Zukunft. So schön die Metapher auch sein mochte, Erkenntnisgewinn brachte die Gemeinschaftsaktion nicht.

Eine neue Bestuhlung im Kongress macht noch keine neue DGFP. Das wissen natürlich auch die Verbandsverantwortlichen. Sie setzen auf weitere optische Signale, etwa auf ein neues Corporate Design. Das besteht aus einer grauen, gewölbten Raute mit einem orangefarbenen Punkt samt Pfeil in zweiter Reihe. Vornehm zurückhaltendes Grau? Zweite Reihe? Mutiert der einst in sattem Petrolgrün dahergekommene Personalerverband mit über 2.000 Mitgliedsunternehmen nun zur grauen Maus? Eigentlich ist das Gegenteil gewollt, wie Erklärungen in der Pressekonferenz betonten. Nicht nur optisch will die DGFP auffallen, auch in der Wahrnehmung der Personalmanager und der Öffentlichkeit will sie von sich reden machen. Sie will 'vernehmbarer' und 'hörbarer' werden. Keine ganz neuen Töne, freilich, aber der Anspruch wurde direkt in die Tat umgesetzt: Die DGFP bezog auf der Pressekonferenz Stellung zur Frauenquote. Eine verordnete Quotierung hält sie nicht für zielführend.

Dass sich die DGFP gerade jetzt besonders aktuell und agil zeigt, hat einen Grund. Und der heißt Bundesverband der Personalmanager (BPM). Gegründet im Herbst 2009, sammelt der neue Verband, in dem sich anders als in der DGFP Einzelpersonen organisieren können, fleißigst Mitglieder. Anfang Juli veranstaltet er seinen ersten Kongress mit 1.500 Besuchern. So viel Bewegung im Personalermarkt beflügelt dann auch das Dickschiff DGFP, sich zu erneuern, abzugrenzen, zu positionieren. Und das tut auch not, wie die Pressekonferenz auf dem Kongress zeigte: Vier von vier Fragen hatten die Konkurrenzsituation zum BPM zum Thema.

Autor(en): (Nicole Bußmann)


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