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Bundesanstalt für Arbeit: Sparpotenzial bei Weiterbildung

In die Mangel genommen werden vom Arbeitsamt geförderte Bildungsträger, wenn realisiert wird, was Bundesarbeitsminister Walter Riester und Florian Gerster, Vorstandsvorsitzender der Bundesanstalt für Arbeit (BA), Anfang Juni 2002 geäußert haben.

In einem Interview mit der Financial Times Deutschland kündigte Riester an, an die Stelle allgemeiner Umschulungen künftig gezielte Qualifizierungsmaßnahmen zu setzen. 'Wenn die Bundesanstalt für Arbeit zahlt, ist das vorrangige Ziel die Vermittlung auf einen bestimmten Arbeitsplatz und nicht ein allgemeines Bildungsziel', so Riester.

So plädiert er dafür, dass Unternehmen der Meldung einer freien Stelle ein Qualifikationsprofil beifügen, wodurch geeignete Kandidaten leichter identifiziert und gezielter geschult werden könnten. Zudem sollten möglichst viele Qualifizierungen in Betrieben statt in Bildungseinrichtungen durchgeführt werden. 'Die Neuregelung wird den finanziellen Aufwand deutlich verringern, weil Maßnahmen entfallen, die nicht zu direkt verwertbaren Qualifikationen führen', sagte Riester.

Dass geförderte Bildungsträger mehr Qualitäts-Kontrolle und Konkurrenzdruck brauchen, findet Florian Gerster. Bei der Konferenz 'Weiter mit Bildung', die die BA und der Bundesverband der Träger beruflicher Bildung Anfang Juni 2002 in Berlin veranstaltet haben, forderte Gerster, Inhalt, Lehrplan und Dauer von Maßnahmen, deren Kosten das Arbeitsamt übernimmt, künftig von externen Stellen begutachten und zertifizieren zu lassen. Zudem sollen zu qualifizierende Arbeitslose mit Bildungsgutscheinen ausgestattet werden, die sie bei Bildungsträgern ihrer Wahl einlösen können.

3,5 Milliarden Euro gibt die BA jährlich für Qualifizierung aus. Die Wirksamkeit dieser Ausgaben wird bezweifelt, insbesondere da seit Anfang 2002 geschönte Vermittlungsquoten der BA bekannt wurden. Mittlerweile ist eine Expertenkommission beauftragt, Vorschläge für eine effizientere und effektivere BA zu machen. Unter Leitung von VW-Personalvorstand Dr. Peter Hartz werden Vertreter aus Kommunen, Unternehmensberatungen, Gewerkschaften und Wissenschaft diese im August 2002 vorstellen.

Autor(en): (aen)


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