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Aus Personalmanagement wird Talentmanagement

Die Kernbotschaft des diesjährigen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP) auszumachen, ist kein leichtes Unterfangen. Das Motto der Veranstaltung vom 5. bis 6. Juni 2008 lautete 'MehrWert Personal – Professionalität entscheidet'. Ein schönes Wortspiel, mehrdeutig sogar, dadurch recht frei interpretierbar. Eigentlich eine Vorlage für die Keynote-Speaker. Doch die wussten diese nicht so recht zu nutzen.


Seit längerem schon setzt die Gesellschaft bei der Zusammenstellung der Keynote-Speaker auch auf Personen, die außerhalb des Personalmanagements tätig sind: auf Politiker wie in diesem Jahr Franz Müntefering, auf Vorstandsvorsitzende wie Hartmut Mehdorn, auf Führungspersönlichkeiten außerhalb der Wirtschaftswelt wie etwa dieses Mal auf Abtprimas Notker Wolf. Diese 'Externen' sollen, so das Kalkül, die Arbeit des Personalmanagements spiegeln und neue Sichtweisen auf die HR-Funktion eröffnen. Das klappt mal besser, mal schlechter. Neben diesen 'Externen' reden aber normalerweise auch HR-Funktions-Vertreter, die – im Idealfall – die aktuelle HR-Agenda festzurren. In diesem Jahr fehlten die allerdings: Weitere Keynotes kamen von Gerhard Rübling, Geschäftsführer des Mittelständlers Trumpf, und von August W. Scheer, Gründer und Aufsichtratsvorsitzender der IDS Scheer AG.


Auch der Auftritt von Günther Fleig, Vorstand der DGFP, änderte nichts an dem ausbleibenden Agenda-Setting. Obgleich er Personalvorstand der Daimler AG ist und daher über die nötige Expertise in Sachen Personalmanagement verfügt, blieben
Kommentare seinerseits zu der Ted-Umfrage unter den Kongressteilnehmern zu der Frage 'Was bewegt Personalmanager?' aus. Zugegeben: Der Sinn der Fragen, die die DGFP via Ted im Plenum an ihre Teilnehmer gerichtet hat, wollte sich nicht recht erschließen. Schließlich setzt die DGFP jedes Jahr die Themen auf die Kongress-Agenda, die ihr von den DGFP-Arbeitskreisen als die brennendsten zurückgemeldet werden. Und die Umfrage klopfte eben jene erneut ab. Abgefragt wurde also, ob die auf dem Kongress präsentierten Inhalte die sind, mit denen sich die Kongressteilnehmer im Alltag beschäftigen. Das Ergebnis: Ja, auf dem Kongress werden die richtigen Themen diskutiert. Die da waren: Web 2.0 im Personalmanagement, Employer Branding, der HR-Wertschöpfungsbeitrag und Talentmanagement.


Letzteres Thema erfuhr auf dem Kongress den größten Zuspruch. Und vielleicht muss man diese These als Kernbotschaft aus dem Kongress mitnehmen: Aus Personalmanagement wird Talentmanagement. Bezeichnete Talentmanagement einst die Gesamtheit personalpolitischer Maßnahmen, die nötig sind, um kritische Rollen und Funktionen im Unternehmen langfristig besetzt zu wissen, fokussierte es also rare, für den Unternehmenserfolg wichtige Mitarbeiter, ist angesichts des demografischen Wandels die Erkenntnis gewachsen, dass alle Mitarbeiter rar und damit wichtig werden könnten. Das ist eine Botschaft. Sogar eine wichtige. Die DGFP täte allerdings gut daran, sie trotz wichtiger Blicke zur Seite klarer herauszuschälen.


Nicole Bußmann

Autor(en): (Nicole Bußmann)


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