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Alle für einen und einer für alle: Wie Coaching-Verbände kooperieren

Anfang Juli 2007 herrschte Verwirrung unter den Verbänden der Coachingszene. Der Grund: Der Deutsche Bundesverband Coaching (DBVC) hatte sich mit Pressemitteilung vom 10. Juli 2007 zum Dachverband ernannt.
Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Ende Juli äußerten die International Coach Federation (ICF), der Deutsche Verband für Coaching und Training (dvct) und der Qualitätsring Coaching (QRC) in einer gemeinsamen Mitteilung ihr Unverständnis für diesen Schritt. 'Führerschaft einzelner Verbände brauchen wir in dem gerade gut angelaufenen Prozess von Kooperation und Koordination der Verbände nicht. Wir wollen Kompetenzen bündeln und gemeinsam verbandsübergreifende Regelungen und Instanzen ins Leben rufen', so Dr. Björn Migge vom QRC. Horst Treuholz von der ICF ergänzt: 'Die Coachingverbände haben sich am Round Table zusammen gefunden, um die Themen Qualität, Weiterbildung, Öffentlichkeitsinformation und Transparenz im Coaching gemeinsam voranzubringen.' Der Vorstoß eines einzelnen Verbandes in Richtung Dachorganisation wirke eher kontraproduktiv.

Auch Axel Janßen vom dvct unterstreicht die Bedeutung einer Zusammenarbeit: 'Um die Qualität im Coaching vorantreiben zu können, müssen die einzelnen Vereinigungen zunächst ein gemeinsames Verständnis und Vokabular entwickeln', so der Diplom-Pädadoge. 'Am Round Table finden die notwendige Annäherung und Einigung der verschiedenen Player statt', meint Janßen. Da der DBVC selbst am runden Tisch Platz genommen hat, glaubt Janßen, dass der DBVC nicht die Absicht hatte, sich in der Öffentlichkeit als Dachverband zu positionieren.

Und in der Tat: 'Die Formulierung Dachverband war unglücklich gewählt', so Angelika Leder, Vorstandsmitglied im DBVC. Tatsächlich gemeint ist: Der Verband sieht sich als führend im Bereich Business-Coaching und Leadership. Seine Aufgabe sieht er darin, den Coachingmarkt aktiv zu gestalten, mit Weiterbildungen, Kongressen und Dialogforen, mit einem Coaching-Preis und einem Sachverständigenrat. 'Und natürlich suchen wir den Austausch mit anderen Verbänden', bekräftigt Leder. Gelegenheit dazu bietet das nächste Treffen am runden Tisch, das laut Janßen für Oktober 2007 geplant ist. Weitere Infos im Internet.

Autor(en): (ahe)

www.dbvc.de , www.dvct.de


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