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Optimismus hält trotz Einbruch der Umsätze an

Weiterbildungsbranche


Trotz der Corona-Pandemie sind rund acht von zehn Weiterbildnern im Hinblick auf ihre berufliche Lage weiterhin optimistisch – obwohl den meisten von ihnen seit Beginn der Krise mindestens 70 Prozent der Aufträge weggebrochen sind. Das ist eines der zentralen Ergebnisse des zweiten Stimmungsbilds unter Trainern, Beraterinnen und Coachs während der Corona-Krise, das der Weiterbildungsmarktplatz Seminarmarkt.de eingeholt hat. An der aktuellen Befragung beteiligten sich 272 Personen. Was bereits in der ersten Befragung deutlich wurde, bestätigt sich erneut: Weiterbildner sind echte Berufsoptimisten. Etwa die Hälfte der Befragten ist aktuell sogar überzeugt, gestärkt aus der Krise hervorgehen zu können.


Die Umfrage offenbart gleich zwei mögliche Gründe für den anhaltenden Optimismus: Zum einen scheinen sich die Lockerungen, die Bund und Länder in den vergangenen Wochen beschlossen haben, positiv auf die Lage der Weiterbildner auszuwirken. Bei immerhin 41 Prozent führen die neuen, weniger strikten Corona-Regeln dazu, dass erste Aufträge wieder eingehen. Zudem scheinen Trainerinnen, Coachs und Co. Fortschritte in puncto Digitalisierung ihres Angebots zu machen. Rund 36 Prozent der Befragten geben an, dass sie aktuell die meisten Aufträge im digitalen Bereich erzielen.

Der Umzug ins Digitale ist für die meisten Befragten auch das wahrscheinlichste Szenario für die Zukunft der Weiterbildungsbranche. Rund 71 Prozent zeigen sich überzeugt, dass Seminare und Trainings in Zukunft bevorzugt virtuell stattfinden werden. Dennoch scheinen Präsenz-Angebote nicht völlig abgeschrieben zu sein: Gut 60 Prozent der Weiterbildner erwarten, dass diese weiterhin stattfinden – allerdings mit geringerer Personenzahl und gegebenenfalls auch mit Maske. Wie es jedoch wirtschaftlich in der Branche weitergeht, darüber herrscht große Uneinigkeit: So befürchten 43 Prozent der Befragten, dass alle Weiterbildner noch lange mit wenigen Aufträgen zu kämpfen haben werden. 16 Prozent der Befragten wiederum schätzen, dass sich alles wieder normalisiert, sobald auch die Wirtschaft wieder angekurbelt ist. Weitere 22 Prozent der Weiterbildner erwarten sogar, dass der durch Corona beschleunigte Wandel der Arbeitswelt einen besonders großen Weiterbildungsbedarf hervorbringen wird und die Branche beflügelt. Thematisch erwarten Trainer, Beraterinnen und Coachs – wenig überraschend –, dass sie in nächster Zeit vor allem zu Führen auf Distanz und Krisenbewältigung gefragt sein werden. Aber auch die Trendthemen der Vor-Corona-Zeit – wie zum Beispiel Agilität und New Work – werden in ihren Augen wichtig bleiben.

Weiterbildungsthemen, die in der Post-Corona-Zeit besonders gefragt sein werden:
Führen auf Distanz 65%
Krisenbewältigung 59%
Agilität 37%
New Work 36%
Kulturentwicklung 23%
Innovationsmanagement 22%
Entlassungen 20%
Entscheidungsfindung 13%

Quelle: www.managerseminare.de; Studie des Weiterbildungsmarktplatzes Seminarmarkt.de, n=272 auf Seminarmarkt.de gelistete Experten aus den Bereichen Coaching, Training und Beratung, 2020.

Autor(en): Marie Pein


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