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Weiterbildungs-Innovations-Preis (WIP): Konzepte mit Zukunft gesucht


Beim neuen Weiterbildungs-Innovations-Preis (WIP) ist der Name Programm: Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und das Weiterbildungsmagazin managerSeminare begeben sich auf die Suche nach visionären Weiterbildungsmaßnahmen. Prämiert werden Konzepte, die Mitarbeiter für die sich wandelnde Berufswelt fit machen.

Immer mehr klassische Berufsbilder gelten als überholt, neue Beschäftigungsfelder wie Internet und E-Commerce entstehen über Nacht, lebenslanges Lernen ist längst vom Schlagwort zur Notwendigkeit geworden. Jeder Berufstätige wird im Laufe seines Arbeitslebens verschiedene Jobs ausüben müssen, seine Erstausbildung kann ihm allenfalls Kernqualifikationen vermitteln. Daher ist die berufliche Weiterbildung wichtiger denn je.

Im Idealfall wird der Weiterbildungsbedarf frühzeitig erkannt. Nämlich bevor er als Defizit ein umständliches wie selten erfolgreiches 'Hinterherqualifizieren' nötig macht. Richtungsweisende Konzepte zu fördern und einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen, ist daher das Anliegen des Weiterbildungs-Innovations-Preises (WIP). Initiatoren sind das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und das Weiterbildungsmagazin managerSeminare. Verliehen wird der Preis, der mit insgesamt 26.500 Mark dotiert ist, erstmals im Mai 2000 in Bonn, jährliche Wiederholungen sind geplant.

Wer kann teilnehmen?

Teilnehmen können freie Weiterbildungsträger und -einrichtungen, einzelne Trainer oder Trainerteams sowie Unternehmen, die intern berufliche Weiterbildungsmaßnahmen konzipieren und durchführen. Voraussetzung: Sie können ein Trainingskonzept vorweisen, das Mitarbeiter auf die Anforderungen in neu entstehenden bzw. sich stark verändernden Beschäftigungsfeldern vorbereitet. Dieses muss dann nur noch auf Papier gebannt werden: Auf jeweils vier bis fünf Seiten soll die Maßnahme detailliert vorgestellt werden. Neben der inhaltlichen Beschreibung der Maßnahme kommt es insbesondere auf den Nachweis von Praxisrelevanz und -tauglichkeit an. Im einzelnen heißt das:

Es gibt keine einschränkenden Vorgaben, was als innovativ gilt. Die Bewerber können daher selbst entscheiden, welcher ihrer Maßnahmen sie innovativen Charakter zuschreiben. Diesen müssen sie jedoch eingehend und schlüssig begründen können.
Die eingereichte Maßnahme muss eine für die Zukunft wichtige Qualifikation vermitteln. Wie die Zukunftsqualifikation erkannt wurde und warum die vorgestellte Maßnahme geeignet ist, diese zu vermitteln, muss in dem Schreiben dargelegt werden.
Zudem müssen die WIP-Bewerber die Akzeptanz ihrer Maßnahme belegen. Das heißt: Wird die Maßnahme vom Markt angenommen (wachsende Teilnehmerzahlen, Trainingstage, Transfererfolge oder - sofern die Maßnahme sich noch in der Planungs- oder Pilotphase befindet - nachweisbares Interesse von Unternehmen)? Führt die Maßnahme darüber hinaus zu einer Verbesserung der Marktstellung und Wettbewerbsfähigkeit (gilt insbesondere für intern durchgeführte Maßnahmen teilnehmender Unternehmen)?

Eine Jury aus Mitarbeitern des BIBB sowie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ermittelt aus den eingereichten Unterlagen die Preisträger. Einsendeschluss für die Teilnahmeunterlagen (siehe Seite XX) ist der 7. April 2000. Die prämierten Maßnahmen sowie das Urteil der Jury werden in der Juli/August-Ausgabe 2000 von managerSeminare veröffentlicht.

'Wir brauchen mehr qualitativen Wettbewerb'

Welche Idee steckt hinter dem Weiterbildungs-Innovations-Preis?

Dr. Laszlo Alex: Mit dem Preis verfolgen wir zwei Ziele: Zum einen wollen wir Weiterbildungsanbieter motivieren, ihre Innovationskraft unter Beweis zu stellen. Zum anderen wollen wir im BIBB einen Überblick gewinnen, ob die Innovationen mehr im organisatorischen oder mehr im inhaltlichen Bereich der Weiterbildung liegen. Wir haben darüber noch sehr wenig Informationen und hoffen, diese über eine rege Teilnahme zu erhalten.

Sie haben also Vertrauen in die schöpferische Kraft des Weiterbildungsmarktes?

Dr. Laszlo Alex: Es ist nicht unsere Absicht, in irgendeiner Weise steuernd in den Markt einzugreifen. Der Weiterbildungsmarkt ist nicht reglementiert und soll es auch nicht werden. Wir wollen vielmehr zu einer größeren Transparenz des Angebots beitragen - und insbesondere den Informationsaustausch unter den vielen Anbietern und Weiterbildnern fördern. Indem der Weiterbildungs-Innovations-Preis best-practice-Konzepte prämiert und bekannt macht, gibt er auch allen anderen Anbietern Impulse, die eigenen Maßnahmen ständig weiterzuentwickeln.

Wie definieren Sie die Rolle des BIBB hinsichtlich beruflicher Weiterbildung?

Dr. Laszlo Alex: Als unabhängige Institution möchten wir dazu beitragen, dass auf dem Weiterbildungsmarkt auch tatsächlich Marktverhältnisse herrschen. Neben der Förderung von Transparenz und Informationsaustausch sehen wir es daher als unsere weitere Aufgabe an, Vorschläge zu machen, wie das Angebot qualitativ verbessert werden kann. Und wir wollen dem Weiterbildungsteilnehmer einheitliche Qualitätsmaßstäbe an die Hand geben: Woran sollte er sich orientieren, was sollte er berücksichtigen, wenn er sich weiterbilden will? Hier verstehen wir uns als Ratgeber.

Was dem Weiterbildungsmarkt zurzeit noch fehlt, ist also der mündige Weiterbildungsteilnehmer?

Dr. Laszlo Alex: Bisher findet der Teilnehmer zwar ungeheuer viele Informationen, aber keine Beurteilungskriterien, die Rückschlüsse über die Qualität des Angebots zulassen. Also fragt er bei Kammern, Arbeitsämtern oder bei uns um Rat. Letztlich müssten aber die Angebote der Weiterbildungsanbieter selbst so aussagekräftig sein, dass sich der Teilnehmer ein verlässliches Bild machen kann. Das wäre die Voraussetzung für einen funktionierenden qualitativen Wettbewerb. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Letztlich brauchen wir aber einen gesellschaftspolitischen Konsens, anhand welcher Kriterien wir die einzelnen Angebote bewerten. Und die Anbieter müssten sich der Einhaltung dieser Kriterien verpflichtet fühlen.

Wozu der Weiterbildungs-Innovations-Preis beitragen soll?

Dr. Laszlo Alex: Richtig. Der Weiterbildungsanbieter stellt sich gleichermaßen der Öffentlichkeit und dem Wettbewerb. Er legt sein Konzept offen und ist bereit, Erfahrungen und Ergebnisse weiterzugeben. Davon profitieren Teilnehmer, Unternehmen, die Wirtschaft - letztlich alle.

Dr. Laszlo Alex ist Leiter der Abteilung 'Sozialwissenschaftliche und ökonomische Grundlagen der Berufsbildung' beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn

Autor(en): (jgr)


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