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Weiterbildung in Europa: Deutschland ist unrühmliches Schlusslicht


Europäische Unternehmen geizen immer noch in Sachen Weiterbildung: Nur 0,05 Prozent ihres Umsatzes geben sie laut einer neuen, im Auftrag von IBM erstellten Studie des Marktforschungsunternehmens Forrester für die Fortbildung ihrer Mitarbeiter aus. Und das, obgleich 90 Prozent der 255 befragten Firmen keinen Zweifel daran haben, dass Weiterbildung ein entscheidender Faktor für ihr Überleben im Wettbewerb ist. Besonders deutsche Betriebe wissen um den Nutzen gezielter Personalentwicklung: 76 Prozent der Firmen in Deutschland gehen davon aus, dass die PE einen großen Beitrag zu ihrer Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit leistet, in Frankreich sind es dagegen nur 35 Prozent. Die Verhältnisse kehren sich indes um, wenn man einen Blick auf die tatsächliche Umsetzung wirft: Nur 36 Prozent der deutschen Unternehmen haben ein dezidiertes PE-Programm etabliert - womit sie das europäische Schlusslicht bilden. In sind es z.B. 87 Prozent. Man kann den Umstand, dass Wunsch und Wirklichkeit in deutschen Firmen zurzeit auseinander klaffen indes auch positiv deuten, meint Professor Matthias Landmesser: 'Er zeigt, dass die Unternehmen zumindest schon umgedacht haben und heute wissen, dass sie Weiterbildung genau planen müssen. Dass die Umsetzung nicht von heute auf morgen gelingt, ist nur natürlich', so der Leiter der Personal- und Führungskräfte-Entwicklung von IBM Deutschland.

Weiteres Ergebnis der Studie: Nur 36 Prozent der hiesigen Betriebe haben ein e-Learning-Programm implementiert, während es in Frankreich, Italien und Großbritannien deutlich mehr sind. Laut Landmesser hat die deutsche Zurückhaltung in Sachen e-Learning mehrere Gründe, etwa die Tatsache, dass die meisten Programme englischsprachig sind. Doch auch, dass die Deutschen sehr viel höhere Ansprüche an die Programme stellen als die Menschen in den angelsächsischen Ländern, wirke einer weiten Verbreitung entgegen, da absolute Perfektion die Programme ungebührlich teuer mache. Besonders wichtig sei auch die kulturelle Frage: 'Woanders werden die Vorteile von e-Learning eher gesehen als hier bei uns', beobachtet Landmesser. Der PE-Chef glaubt allerdings, dass sich auch in Deutschland die Akzeptanz im Zuge neuer Strömungen wie der sorgfältigeren Auswahl tatsächlich e-Learning-geeigneter Inhalte oder Blended Learning erhöhen wird.

Implementierung dezidierter PE-Programme

- Großbritannien 87%
- Skandinavische Länder 79%
- Frankreich 78%
- Italien 67%
- Spanien 67%
- Deutschland 36%

e-Learning Implementation

- Frankreich 61%
- Italien 57%
- Großbritannien 56%
- Skandinavische Länder 51%
- Deutschland 36%
- Spanien 33%

Befragung von 255 Firmen durch das Marktforschungsinstitut Forrester, Cambridge/Massachusetts, im Auftrag von IBM, Armonk 2004.

Autor(en): (jum)


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