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Vorstandsfrau geht in den Ruhestand


Vorstandssitze sind für Frauen oft Schleudersitze. Trotz guter Leistungen gelingt es vielen nicht, sich in der Spitzenposition zu halten. Nicht so Margret Suckale: Die Personalmanagerin ist am 12. Mai 2017 als HR-Vorstand und Arbeitsdirektorin der BASF SE in den Ruhestand gegangen, weil sie das Alter von 60 Jahren erreicht hat. In dem gehen grundsätzlich alle Spitzenführungskräfte des Konzerns in Pension. Sechs Jahre lang – seit 2011 - war Suckale BASF-Vorstand, nachdem sie in ihrer ersten Zeit bei dem Unternehmen, zwischen 2009 und 2011, zunächst unterhalb des Vorstandes die Führungskräfte-Entwicklung verantwortet hatte. Davor war die studierte Juristin und MBA-Absolventin vier Jahre lang, genauer: zwischen 2005 und 2009, Vorstand Personal und Dienstleistungen bei der Deutschen Bahn. In dieser Position wurde sie auch der breiten Öffentlichkeit bekannt. Denn Suckale vertrat während der harten Tarifkonflikte mit der Lokführergewerkschaft GDL in den Jahren 2007 und 2008 standhaft, aber stets freundlich ihre Überzeugung, dass es für einen Betrieb nicht mehrere, sondern nur einen Tarifvertrag geben kann. Zwar unterlag die Bahn letztlich der Gewerkschaft, doch Suckale gewann für ihre ruhige bedachte Art an Ansehen. Sie widerlegte mehr als eindeutig das sexistische Klischee, dass Frauen unter großem Druck zusammenklappen.

Autor(en): Sylvia Jumpertz

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