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In Gruppen mogelt es sich leichter

Verhaltenspsychologie


Menschen in Gruppen neigen eher als Einzelpersonen dazu, es mit der Wahrheit nicht ganz so genau zu nehmen. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), die für ihre Studie das Verhalten von 273 Personen in einem Laborexperiment untersuchten. Im Experiment sollten die Teilnehmer eine geworfene Würfelzahl nennen, es gab Anreize, möglichst hohe Werte zu nennen – und keine Bestrafung bei unehrlichem Verhalten. Dabei zeigte sich, dass Menschen seltener lügen, wenn sie alleine entscheiden. Der Grund dafür, so vermuten die Studienautoren, ist der Austausch in der Gruppe. Dabei wird gemeinsam abgewogen, was richtig und was falsch ist. So wird die Norm eher uminterpretiert, als wenn eine Person allein verantwortlich ist und entscheiden muss. Simeon Schudy, Assistenzprofessor an der LMU, rät den Unternehmen: 'Um die Erosion wesentlicher Normvorstellungen und ehrlichen Verhaltens in Gruppen zu verhindern, sollten Firmen starke Verhaltensregeln aufstellen und überprüfen.'

Autor(en): Marie Pein

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