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Gleich bedeutet nicht ­innovationsfördernd

Untersuchung zu Gehaltsunterschieden


Die Gehaltsschere und damit die Ungleicheit bei der Bezahlung von 'einfachen' Angestellten und erfahrenen Fach- und Führungskräften geht weltweit auseinander: Die Steigerung der Lohnunterschiede beträgt innerhalb der vergangenen zehn Jahre 21,6 Prozent. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Beratungsunternehmens Korn Ferry, aus dem Vergütungsexpertin Christine Seibel Rückschlüsse zieht, was Flexibilität und Innovationskraft, aber auch traditionell verankerte Ungleichheiten innerhalb verschiedener Länder angeht.

Hierzulande liegt die Steigerung der Gehaltsunterschiede zwischen hohen und niedrigen Hie­rarchieebenen lediglich bei 0,5 Prozent, was laut Seibel Deutschlands Stabilität erkennen lässt. Dadurch fehle es aber auch an Flexibilität, die es ermöglicht, rasch auf veränderte Rahmenbedingungen zu reagieren. Um die Innovationskraft zu steigern, müsse Deutschland zukünftig Experten am Weltmarkt einkaufen und ihnen attraktive Gehälter bieten, damit diese ihren Lebensmittelpunkt hierher verlegen – und dadurch gegebenenfalls eine Steigerung der Ungleichheit in Kauf nehmen.

Eine solche ist beispielsweise in den USA erkennbar, die mit 12,2 Prozent die höchste der westlichen Industrienationen aufweisen. Seibel merkt dazu an: 'Die USA stehen seit jeher für das Zulassen von teils drastischer Ungleichheit. Über die Weltwirtschaftskrise sind die Löhne für Einsteiger und einfache Angestellte nicht im gleichen Maße gestiegen wie für Spezialisten und Führungskräfte, insbesondere im boomenden Digital-Bereich in Kalifornien.' Das kalifornische Silicon Valley ist seit Jahren für seine Innovationskraft bekannt, was sich in der sich öffnenden Gehaltssschere widerzuspiegeln scheint. In Regionen wie dem Nahen Osten, wo der Verdienstunterschied um 57,8 Prozent gewachsen ist, manifestiere sich wiederum die traditionelle Ungleichheit der Hierarchieebenen. Teilweise erlaubten niedrige Löhne solchen Ländern aber auch, ihr gesellschaftliches Wachstum anzukurbeln.

Für die Untersuchung wurden Informationen der Gehaltsdatenbank Korn Ferry Pay ausgewertet und Gehälter von Einsteigern und Führungskräften – ausgenommen waren Vorstands- und Geschäftsführungsmitglieder – der vergangenen zehn Jahre miteinander verglichen.

Steigerung der Gehaltsunterschiede
Wie sich der durchschnittliche Gehaltsunterschied zwischen 'einfachen' Angestellten und Fach- und Führungskräften in den ­vergangenen zehn Jahren entwickelt hat:

Frankreich: -5,8 Prozent
Deutschland: 0,5 Prozent
Europa: 1,6 Prozent
Griechenland: 10,9 Prozent
USA: 12,2 Prozent
weltweit: 21,6 Prozent
Afrika: 48,5 Prozent
Naher Osten: 57,8 Prozent

Quelle: www.managerSeminare.de, Korn-Ferry-Untersuchung zu Gehaltsunterschieden auf Basis von Lohndaten der Jahre 2008-2017 von Korn Ferry Pay, 2019.

Autor(en): Nathalie Ekrot


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