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Frauen steigern die Kontrolle

Untersuchung zu Aufsichtsräten


Je mehr Frauen im Aufsichtsrat sitzen, desto größer ist die Beobachtungsleistung des Gremiums. Zu diesem Ergebnis kommt eine australische Professorin in einer Studie unter 2.000 amerikanischen Unternehmen. Dr. Renée Adams von der University of Queensland hat Protokolle von Aufsichtsratssitzungen ausgewertet. Dabei entdeckt: Unter den weiblichen Mitgliedern gibt es 30 Prozent weniger notorische Sitzungsschwänzer als unter den männlichen. 'Offenbar sind die Frauen pflichtbewusster oder denken, dass mehr von ihnen erwartet wird als von ihren männlichen Kollegen', erklärt Adams. Zudem färbt ihre stärkere Präsenz auch auf die Kollegen ab. Die Wissenschaftlerin hat errechnet: Wenn der Frauenanteil im Aufsichtsrat um acht Prozentpunkte steigt, sinkt gleichzeitig die Anzahl jener männlichen Mitglieder, die mehr durch Abwesenheit als durch Einsatz glänzen, um neun Prozentpunkte.

Geschäftsführer fliegen schneller

Mit der erhöhten Beobachterleistung geht auch eine stärkere Kontrollfunktion einher. So hat sich in der Studie gezeigt, dass der Aufsichtsrat stärker die Interessen der Aktionäre vertritt – beispielsweise durch Befürwortung aktienbasierter Vergütungen – und Geschäftsführer bei schlechten Leistungen eher entlässt, wenn mehr Frauen im Aufsichtsrat sitzen. Adams: 'Das könnte daran liegen, dass Frauen weniger in sozialen Netzwerken verbandelt sind und damit unabhängiger handeln können.' Ihre Ergebnisse stützen allerdings nicht, wie die Professorin gegenüber managerSeminare betont, die Forderungen nach einer Frauenquote im Aufsichtsrat. 'Die verstärkte Beobachtung und Kontrolle, die mit mehr Frauen im Aufsichtsrat einhergeht, kann in gut geführten Firmen sogar kontraproduktiv sein', gibt sie zu bedenken. Die Frage, ob ein Unternehmen von einem größeren Frauenanteil im Aufsichtsrat profitiert oder nicht, sei daher nicht pauschal zu beantworten, eine Quote ihrer Meinung nach nicht sinnvoll.

Autor(en): (ama)


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