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Ziel der Zielmarken verfehlt

Umsetzung der Frauenquote


Die Frauenquote ist Gesetz, nun müssen viele Unternehmen liefern – verbindliche Ziele für mehr Frauen in Aufsichtsräten, Vorständen und den beiden Hierarchiestufen darunter. Doch kurz vor dem Stichtag hatte erst ein Bruchteil der Firmen die Vorgaben vom Gesetzgeber um­­gesetzt, wie eine Studie zeigt.

Nicht einmal jedes vierte der 78 Unternehmen, die das Beratungsunternehmen hkp group befragt hat, gab an, die vorgeschriebenen Zielmarken bereits festgelegt zu haben. Jedes fünfte räumte zudem ein, es wahrscheinlich auch nicht bis zum Ablauf der Frist Ende September zu schaffen. Dass sich die Unternehmen mit der Formulierung von Zielmarken für Frauenanteile so schwer tun, hängt laut Michael H. Kramarsch, Managing Partner bei hkp, vor allem damit zusammen, dass es in vielen Branchen schlichtweg nur sehr wenig Frauen gibt, insbesondere im Vergleich zur Vielzahl von Führungsfunktionen. 'So gut gemeint und richtig die Intention des Gesetzes ist, basiert es mithin doch auf einer falschen Annahme – der, dass den Unternehmen ausreichend Frauen zur Verfügung stehen und nur mit Nachdruck in die richtigen Positionen gebracht werden müssen.' Kramarsch erwartet deshalb, dass das Gesetz einen regelrechten War for Women Talent in manchen Branchen auslösen wird.

Um sich nicht in einen solchen hineinziehen zu lassen, sollten Unternehmen vor allem auf langfristige Maßnahmen zur Förderung von Frauen im Unternehmen setzen, heißt es in der Studie. Als besonders effektiv bezeichneten die Studien-autoren etwa flexible Arbeitszeit-modelle und eine Nachfolgeplanung, die gezielt weibliche Kandidaten berücksichtigt. Betroffen von der gerade in Kraft getretenen Regelung zur Formulierung verbindlicher Ziele für Frauenquoten sind alle mitbestimmungspflichtigen und börsen-notierten Unternehmen. In Deutschland sind dies etwa 3.500. Studienbericht zum kostenlosen Download unter www.hkp.com

Autor(en): (obi)


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