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Trends in der Personalpolitik: Arbeitsplatzabbau ohne Entlassungen

Es geht aufwärts mit der deutschen Wirtschaft. Da ist es an der Zeit, unter die Lupe zu nehmen, welche Strategien sich für Unternehmen in den vergangenen drei Jahren bewährt haben, um durch die Krise zu kommen. Ausgehend von dieser Überlegung hat das ifo Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München über 1.100 Betriebe quer durch die Branchen nach ihren Überlebensstrategien befragt - und auch danach, mit welchen Maßnahmen sie glauben, in Zukunft erfolgreich zu sein. Zunächst die schlechte Nachricht: Die Unternehmen wollen auch weiterhin nicht auf den Abbau von Arbeitsplätzen verzichten, um sich am Markt behaupten zu können. Nun die (bedingt) gute Nachricht: Der Abbau soll auf die 'sanfte Tour' vonstatten gehen, will heißen, nicht durch betriebsbedingte Kündigungen, sondern z.B. durch Nicht-Besetzung frei gewordener Stellen. Die laut ifo-Forscher Meinhard Knoche überraschendste Nachricht lautet indes: Eine bislang kaum beachtete Maßnahme - die Arbeitsplatz erhaltende Senkung von Personalkosten - wandert zukünftig in der Hitliste der effizientesten Maßnahmen weit nach oben. Unternehmen wie Siemens und DaimlerChrysler haben erst kürzlich vorgemacht, wie’s geht...

Vergangenheit und Zukunft von Krisenstrategien

Bedeutung in der Vergangenheit

- Wachstumsorientierte Maßnahmen 52%
- Kostensenkung im Bereich der Sachmittel 48%
- Betriebsbedingte Beendigung bestehender Arbeitsverhältnisse 48%
- Zurückstellung von Investitionen 34%
- Nichtbesetzung frei werdender Stellen 31%
- Arbeitsplatzerhaltende Senkung von Personalkosten 27%

Eignung für die Zukunft

- Wachstumsorientierte Maßnahmen 50%
- Nichtbesetzung frei werdender Stellen 35%
- Arbeitsplatzerhaltende Senkung von Personalkosten 32%
- Kostensenkung im Bereich der Sachmittel 31%
- Betriebsbedingte Beendigung bestehender Arbeitsverhältnisse 27%
- Zurückstellung von Investitionen 12%

Quelle: Befragung von 1.100 Managern aus Unternehmen aller Branchen und Größen durch das ifo Institut für Wirtschaftsforschung der Uni München, 2004.
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