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Gruppenfeedback fördert Kooperation

Teamführung


Nicht nur der Inhalt eines Feedbacks ist entscheidend, sondern auch die Art, wie es mitgeteilt wird. Denn die hat Auswirkungen darauf, ob Menschen kooperatives oder konkurrierendes Verhalten an den Tag legen. Das haben Forscher des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und der IESE Business School (Barcelona) in einer Studie unter 112 Studierenden und 28 berufserfahrenen Managern ermittelt. Dafür baten sie die Studienteilnehmer, mehrere Runden eines Gemeinwohlspiels zu spielen – bzw. genauer: zweier Varianten dieses Spiels. Die eine war etwas mehr auf Kooperation, die andere etwas mehr auf Kompetition ausgerichtet, jedoch wurde in beiden Spielszenarien kooperatives Verhalten belohnt. Nach jeder Runde gab es Rückmeldungen zum Spielergebnis – und zwar entweder zum eigenen Abschneiden (individuelles Feedback), zur eigenen Leistung im Vergleich zu den Mitspielenden (Ranking Feedback) oder zu der Leistung der Gruppe insgesamt (Gruppenfeedback).

Das Ergebnis: Die Art des Feedbacks hatte nicht nur einen wesentlichen Einfluss darauf, wie die Teilnehmenden das Spiel beurteilten, sondern auch darauf, wie sie sich in der Folge verhielten. So verleitete das Ranking Feedback die Probanden dazu, sogar das eigentlich auf Kooperation ausgelegte Szenario als kompetitiv wahrzunehmen. In der Folge schlugen sie garantierte finanzielle Erfolge aus, nur um einen höheren Rang für sich selbst zu erreichen. Dieses Verhalten verstärkte sich von Runde zu Runde. Die Teilnehmenden, die individuelles Feedback bekamen, verhielten sich hingegen im kooperativen Szenario kooperativ und im kompetitiveren Szenario über die Runden hinweg eigennütziger. Ganz im Gegensatz zu den Mitspielenden, die eine Rückmeldung zum Abschneiden der gesamten Gruppe erhielten. Sie nahmen beide Spielvarianten als Gemeinschaftsaufgabe wahr und zeigten auch nach mehreren Runden noch kooperatives Verhalten.

Die Vermutung liegt also nahe, dass Gruppenfeedback kooperatives Verhalten begünstigt, während Einzel- und vor allem Rank­ing Feedback eher zu kompetitivem Denken und Handeln führen – und zwar ganz unabhängig von der Erfahrung, die bereits mit Feedback sowie mit kooperativen und kompetitiven Situationen gemacht wurde. Manager und Studierende legten nämlich in allen Spielvarianten ein ähnliches Verhalten an den Tag. Daraus lässt sich laut Sebastian Hafenbrädl von der IESE Business School eine wichtige Erkenntnis für Führungskräfte ableiten: 'Sie sollten es tunlichst vermeiden, die Leistungen von Beschäftigten – egal auf welchem Karrierelevel sie sich befinden – miteinander zu vergleichen, geschweige denn Bonuszahlungen oder den Verbleib in der Firma von diesen abhängig zu machen.'

Autor(en): Sarah Lambers


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