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Die Kehrseite von Diversity

Teamarbeit


Wer in seinem Team in der Minderheit ist, meldet sich häufiger krank. Die von vielen Unternehmen angestrebte Diversität verbessert also nicht zwingend die Teamleistung – im Gegenteil. Zu diesem Schluss kommen Organisationsforscher der Universität Konstanz, die dafür in einer Langzeitstudie über 800 Teams eines Schweizer Dienstleistungsunternehmens über sieben Jahre untersucht haben. Kern­ergebnis: Wer sich stark von seinen Teammitgliedern unterscheidet – beispielsweise die einzige Frau in einem Männerteam oder der einzige ältere Mitarbeiter unter ganz jungen Kollegen ist – hat fast doppelt so hohe Fehlzeiten wie vergleichbare Personen in ähnlichen Teams. Die Wissenschaftler vermuten, dass die 'Außenseiter' sich häufig in ihrem Team diskriminiert fühlen – und das nicht nur in der Anfangsphase. Denn die Fehlzeiten treten laut Studienergebnissen durchschnittlich erst im zweiten Jahr der neuen Teamzusammenstellung auf – und steigen dann. Die Wissenschaftler fordern darum, dass sich insbesondere Führungskräfte für dieses Risiko sensibilisieren und gerade am Anfang neuen Teammitgliedern viel Unterstützung  geben – um negative Erfahrungen mit Diskriminierung gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Autor(en): Marie Pein


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