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Verschleierung statt Veröffentlichung

Studie zur Qualität der Personalberichterstattung


'Die Personalberichterstattung fällt in vielen Unternehmen so schlecht aus, dass man weniger von Veröffentlichung als vielmehr von Verschleierung sprechen sollte.' Deutliche Worte. Nachzulesen sind sie in einer Untersuchung über die Human-Capital-Reporting-Aktivitäten der DAX30-Unternehmen, die der Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre an der Universität des Saarlandes veröffentlicht hat. Analysiert wurde, wie professionell die Unternehmen im Jahr 2013 den Status quo ihres Personalmanagements in ihren Geschäfts-, Personal- und Nachhaltigkeitsberichten dokumentiert haben. 'Oft wird Investoren, Kunden und Mitarbeitern eher blumige Prosa präsentiert, als dass aussagekräftige Fakten berichtet würden', konstatiert Lehrstuhlinhaber Christian Scholz. Harte Kennzahlen werden am häufigsten zu Mengengerüst, Personalstruktur und Personalkosten publiziert. Auffällig ist jedoch, dass es oft an weiteren Daten fehlt, die eine Kennzahl überhaupt erst aussagekräftig machen. 'Die Mitarbeiterzahl zum Beispiel kann über Jahre hinweg gleich bleiben. Dennoch ist es ohne Angabe der Teilzeitquote nicht ersichtlich, dass die Belegschaft beispielsweise – gemessen an Vollzeitäquivalenten – um ein Drittel geschrumpft ist', so Scholz. Ein weiteres Beispiel: Viele Firmen erheben neuerdings den Frauenanteil –  häufig jedoch nur den Anteil in den oberen Führungsetagen oder einen undifferenzierten Gesamtwert über alle Ebenen. 'Entweder berichten Unternehmen lückenhaft, weil ihnen nicht bewusst ist, wie viel ihnen gründliches Reporting sowohl für das Innen- und Außenbild als auch für die eigene Organisationsentwicklung bringen würde. Oder sie wollen manches aus diversen Gründen lieber unerwähnt lassen, eigentlich also bewusst täuschen', vermutet Scholz. Dieser Verdacht dränge sich besonders bei den Betrieben auf, deren Reporting bei der Erstdurchführung der Untersuchung im Jahr 2013 gründlicher ausfiel als es jetzt der Fall ist. Anders sieht es dagegen bei Firmen aus, die vergleichweise vollständig und differenziert berichten – und daher in einem Ranking, das Scholz erstellt hat, die Nase vorn haben: die Deutsche Telekom, die Deutsche Bank und die Deutsche Post. Sie zumindest haben sich in den vorigen Jahren kontinuierlich verbessert. Infos zur Studie 'Human Capital Reporting: Eine erneute Standortbestimmung bei den DAX30-Unternehmen' unter scholz@orga.uni-sb.de.

Autor(en): (jum)


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