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Freizeit genauso wichtig wie Einkommen

Studie zur Lebenszufriedenheit


Zeitknappheit beeinträchtigt die Lebenszufriedenheit in ähnlichem Maße wie ein Mangel an Geld. Zu diesem Schluss kommen die Wirtschaftswissenschaftler Joachim Merz und Tim Rathjen in einer Studie, für die sie unter anderem die Daten des Soziökonomischen Panels ausgewertet haben. Im Rahmen dieser Dauerumfrage werden 20.000 Deutsche seit 1984 regelmäßig zu ihren Lebensumständen befragt. Vor dem Hintergrund ihrer Ergebnisse schlagen die Forscher von der Leuphana Universität Lüneburg vor, analog zur Einkommensarmut den Begriff der Zeitarmut einzuführen. 'Als zeitarm würde demnach gelten, wer weniger als 60 Prozent der durchschnittlichen Freizeit zur Verfügung hat', erklärt Merz. Besonders betroffen von so definierter Zeitarmut sind in Deutschland Selbstständige: Zwei Drittel von ihnen leben laut Untersuchung unter der Zeitarmutsgrenze. Gleiches dürfte für viele Führungskräfte gelten, die Untersuchung liefert für diese Gruppe allerdings keine speziellen Zahlen. Die gute Nachricht – zumindest für die erfolgreichen unter den Selbstständigen und gutverdienende Führungskräfte: Zeitmangel lässt sich zumindest teilweise durch ein höheres Einkommen kompensieren. Merz: 'Wer viel verdient und wenig Freizeit hat, ist im Schnitt ähnlich zufrieden wie jemand mit einem geringen Einkommen und viel Freizeit.'

Autor(en): (ama)


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