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Studie zum Thema Autorität


Was genau macht Autorität aus? Und wird Autorität eher positiv oder negativ wahrgenommen? Diesen Fragen ist eine aktuelle Studie der Beratungsagentur Auctority nachgegangen.

Mehr als die Hälfte der Deutschen assoziiert mit Autorität etwas Positives. Nur jeder fünfte hat eine grundlegend ablehnende Haltung. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie 'Wem folgt Deutschland?', die Auctority und Reimund Research gemeinsam durchführen ließen. Rund 1.000 Personen in Deutschland wurden befragt. Es zeigt sich, dass Autorität einerseits als eine Führungsform verstanden wird, die Orientierung und Sicherheit gibt, Vertrauen fördert und Raum für Freiheit ermöglicht. Dem gegenüber steht ein Autoritätsverständnis, das mit Gewalt, Zwang und Willkür in Verbindung gebracht wird. Ein Vergleich mit einer Allensbach-Studie aus dem Jahr 2010 zeigt, dass das negativ konnotierte Bild von Autorität rückläufig ist. So haben beispielsweise 2010 52 Prozent der Befragten Autorität mit Zwang in Verbindung gebracht, 2018 taten dies nur noch 37 Prozent. Gleichzeitig assoziieren rund 62 Prozent der Befragten 2018 Autorität mit Vertrauen – während 2010 nur 36 Prozent diese Assoziation hatten.

Doch was genau macht Autorität eigentlich aus? Den Kern von Autorität bildet, den Studienautoren zufolge, die 'Stärke' – also Durchsetzungskraft, Führungsstärke, Respekt und Ansehen. Ohne eine solche wahrnehmbare Stärke kann keine Autorität entstehen. Der Kern wird ergänzt von den drei Merkmalen Substanz, Habitus und Status. Konkret bedeutet dies, dass autoritären Personen Eigenschaften wie Kompetenz, Erfahrung, Wissen (Substanz) sowie Ausdrucksstärke und Benehmen (Habitus) zugesprochen werden. Ebenfalls eine Rolle, wenn auch eher untergeordnet, spielt der Status – also Titel oder Funktionen einer Person. Der Status scheint heute immer unwichtiger zu werden, was dazu führt, dass Autorität einerseits fragiler wird, andererseits aber auch leichter zu erreichen ist, da sie weniger an Formalitäten hängt.

Auch wenn die Mehrheit der Bevölkerung, wie die Studie zeigt, Autorität heute eher positiv einordnet, will nicht jeder eine Autoritätsperson sein. Nur ca. jeder Vierte hält dies für erstrebenswert – die Befürworter von Autorität sind also fast gleichermaßen aufgeteilt in Personen, die führen wollen, und Personen, die lieber geführt werden. Kritisch merken die Studienautoren jedoch an, dass Personen, die geführt werden, weniger an die positive Kraft von Autorität glauben als die Führenden selbst. Ähnlich sieht es mit positiven Attributen in Bezug auf Autorität aus – Führungskräfte haben hier ein besseres Bild als Arbeitnehmer. 'Autoritäten und all jene, die es sein wollen, müssen dieser Diskrepanz begegnen. Sie müssen Substanz demonstrieren, die auf Wissen, Erfahrung und Ideen beruht. Weiterhin müssen sie ihren Status überdenken. Denn Status allein überzeugt Menschen nicht mehr', erklärt Randolf Jessl, Mitgründer von Auctority.

Was mit Autorität in Verbindung gebracht wird:
Sicherheit: 59%
Vertrauen: 62%
Ansehen: 74%
Orientierung: 60%
Wissen: 58%
Zwang: 37%
Gewalt: 31%
Willkür: 32%
Konflikt: 42%
Härte: 23%
Quelle: www.managerseminare.de, Studie 'Wem folgt Deutschland?' der Beratungsagentur Auctority in Zusammenarbeit mit Reimund Research. n= 1.000 Personen, 2018.

Autor(en): Marie Pein


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