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Moderne Firmen nutzen alte Methoden – neu interpretiert

Studie zum HR-Management


Mitarbeiterbefragungen, Leistungsbeurteilungen, Kommunikation von Unternehmenszielen ... Das scheinen alte Hüte des Personalmanagements zu sein. Tatsächlich aber setzen moderne Organisationen solche Instrumente ebenfalls ein. Sogar noch stärker als traditionelle, wie eine aktuelle Studie der Universität St. Gallen und des Projekts TOP JOB unter mehr als 13.600 Führungskräften und Mitarbeitern aus 87 deutschen Unternehmen zeigt.

Als 'moderne Unternehmen' identifiziert die Erhebung solche, die sich im Gegensatz zu 'traditionellen Unternehmen' durch eine intensive Nutzung neuer Arbeitsweisen, ein ausgeprägtes Innovationsklima und einen hohen Digitalisierungsgrad auszeichnen. Sie fallen in Sachen HR-Management unter anderem dadurch auf, dass sie klassische Instrumente des Personalmanagements nicht nur intensiver, sondern auch anders nutzen und anders gestalten als Traditionsunternehmen. Leistungsfeedback zum Beispiel bezieht bei ihnen auch Kriterien ein, die speziell in der neuen Arbeitswelt wichtig sind, etwa Teamziele. Mitarbeiterbefragungen werden gezielt für die Zukunftsausrichtung des Unternehmens genutzt. Beide Gruppen unterscheiden sich auch im Hinblick auf die Ausrichtung ihres HR-Managements erheblich. Traditionelles Human Resources Management legt den Fokus immer noch auf grundlegende, administrative Personalarbeit und verfolgt vor allem operative, kurzfristige Ziele. Modernes HR-Management ist strategisch stärker an den Unternehmenszielen ausgerichtet, arbeitet intensiv an Ansätzen zur Vermittlung digitaler Kompetenzen und leistet starke Kulturarbeit, die das Ziel hat, das Unternehmen fit zu machen für den digitalen Wandel. Dabei bilden moderne Unternehmen keine homogene Gruppe. Vielmehr weisen sie unterschiedliche Modernisierungsgrade auf. Doch gleichgültig, welches Stadium sie schon erreicht haben: Im Schnitt liegen sie bei vielen Leistungskennziffern deutlich vor den traditionellen Organisationen.

Die Studie kann unter http://bit.ly/2xUuMDa kostenfrei bestellt werden.

Typologie der Unternehmens- und HR-Welt 4.0

Traditionelle ­Unternehmen

  • Merkmale: Das traditionelle Unternehmen ist weder technisch-strukturell noch auf einer flexiblen, individualisierten Ebene modernisiert.
  • Status quo HR-­Management: Das HR-Management übernimmt hier vor allem die Rolle eines Personaladministrators.
  • ­Anteil unter den Firmen: 64%

Netzwerk­unternehmen
  • Merkmale: Dieser Typus ist v.a. technisch-strukturell modernisiert. Digitale Technologien finden breite Anwendung, es gibt viel virtuelle Zusammenarbeit und viel Projektarbeit bei wechselnder Teamzusammensetzung.
  • Status quo HR-­Management: Das HR-Management übernimmt die Rolle eines Digitalisierungsbegleiters. Es bietet Instrumente, die die Digitalisierung des Unternehmens im Kontext netzwerkartiger und virtueller Zusammenarbeit stützen, sowie die passenden Trainings dazu.
  • Anteil unter den Firmen: 13%
  • Leistung im Vergleich zum Traditionsunternehmen: Unternehmensleistung: + 2%, Innovation: + 7%, Mitarbeiter­bindung: - 5 %, Produktive ­Energie: + 6%

Individualisierte ­Unternehmen
  • Merkmale: Hier konzentriert sich die Modernisierung auf die Individualisierung von Arbeit. Es gibt flexible Arbeitszeitregeln und individuelle Deals zwischen Führungskraft und Mitarbeiter hinsichtlich Arbeitsort und Verantwortungsübernahme.
  • Status quo HR-­Management: Das HR-Management übernimmt die Rolle eines Kulturentwicklers. Es fördert eine Führungskultur, bei der die Werte des Unternehmens und das Individuum im Zentrum stehen.
  • Anteil unter den Firmen: 18%
  • Leistung im Vergleich zum Traditionsunternehmen: Unternehmensleistung: + 7%, Innovation: + 1%, Mitarbeiter­bindung: + 8%, Produktive ­Energie: + 10%

Innovations­unternehmen
  • Merkmale: Das Innovationsunternehmen vereint die Modernisierungswege von Netzwerk- und individualisiertem Unternehmen: technisch-strukturelle Modernisierung auf der einen und  flexible, individualisierte Arbeitsbedingungen auf der anderen Seite.
  • Status quo HR-­Management: Das HR-Management agiert als HR-4.0-Partner. Als solcher integriert es den Digitalisierungs- und den Kultur-Fokus.
  • Anteil unter den Firmen: 5%
  • Leistung im Vergleich zum Traditionsunternehmen: Unternehmensleistung: - 4%, Innovation: + 9%, Mitarbeiter­bindung: + 10%, Produktive ­Energie: + 11%

Quelle: Top Job-Trendstudie 2017: HRM 4.0 – Personalarbeit der Zukunft. Universität St. Gallen und das Projekt Top Job der zeag GmbH – Zentrum für Arbeitgeberattraktivität. Eigene Bearbeitung; Grafik: www.managerseminare.de

Autor(en): Sylvia Jumpertz

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