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Wie können Experimentierräume aussehen?

Studie über Corporate Innovation Labs


Besonders in Zeiten der digitalen Transformation, in denen Unternehmen nicht selten unter einem großen Innovationsdruck stehen, brauchen Mitarbeiter Raum, um kollaborativ arbeiten, Ideen entwickeln und experimentieren zu können. Viele Unternehmen spielen daher mit dem Gedanken, Corporate Innovation Labs einzurichten oder auf externe Experimentierräume zurückzugreifen. Doch mit welchen Hürden müssen Firmen dabei rechnen, welche Arten von Labs gibt es, und worin unterscheiden sie sich von herkömmlichen Entwicklungsabteilungen?

Mit diesen und weiteren Fragen rund um Experimentierräume haben sich Wissenschaftler des Fraunhofer-In­stituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) im Rahmen einer Studie beschäftigt. Für die Untersuchung haben sie 17 Unternehmen befragt, die bereits Corporate Innovation Labs nutzen. Aus den Antworten der Studienteilnehmer, Erkenntnissen aus vorherigen Studien des Fraunhofer IAO sowie weiteren wissenschaftlichen Publikationen leiten die Forscher Ziele, Typen und Funktionsweisen von Innovation Labs ab. Sie unterscheiden dabei zwischen showcase- und innovationsorientierten Labs. Letztere stehen im Fokus der Untersuchung.

Coworking Labs: Externe Räumlichkeiten, die von Unternehmen genutzt werden können. Mitarbeiter können hier ihrer Arbeit nachgehen oder sich interdisziplinär und branchenübergreifend austauschen. Die Interaktion zwischen den meist heterogenen Nutzergruppen wird u.a. durch thematisch fokussierte Programme und Veranstaltungen gefördert.

Unternehmenseigene Labs: Räume, die von einem oder mehreren Unternehmen geschaffen werden. Im Mittelpunkt steht hier der Innovationsprozess, der durch externe Experten unterstützt wird. Diese dürfen im Gegenzug meist die Infrastruktur des Labs nutzen oder an Programmen und Veranstaltungen teilnehmen.

Forschungs- und hochschulnahe Labs: Räumlichkeiten, die von Hochschulen oder Forschungseinrichtungen zur Verfügung gestellt werden. Auch hier geht es vornehmlich um den Innovationsprozess, an dem Forscher und Externe (vor allem Unternehmen, Startups und Freiberufler) beteiligt sind. Die Ergebnisse der in den Labs durchgeführten Innovationsprojekte können anschließend sowohl von den Bildungs- und Forschungseinrichtungen als auch von den externen Partnern genutzt werden.

Concept Development Labs: Räume, die von einem oder mehreren Unternehmen für die Konzept­entwicklung zur Verfügung gestellt werden. Hier können z.B. neue Produkte oder Dienstleistungen kreativ erdacht sowie neue Geschäftsideen getestet werden. Meist bildet eine Gruppe von „Intrapreneurs“ mit Marketing-, Technologie- und Produktentwicklungserfahrung das Kernteam. Auch Kunden, Partner und Startups sind häufig beteiligt.

Skunkworks: Labs, die von Unternehmen meist außerhalb des Unternehmensstandortes eingerichtet werden. Mitarbeiter haben die Möglichkeit, hier sehr autonom, experimentell und frei von bürokratischen Hürden an längerfristigen Projekten zu arbeiten. Häufig werden Mitarbeiter eingesetzt, die bisher noch nicht in der Branche gearbeitet haben und die daher mit einem unbefangenen Blick auf das Thema schauen.

Makerspaces: Räume, die eine besonders hohe technologische Ausstattung mit z.B. 3-D-Drucker, Standbohrmaschinen und Nähmaschinen aufweisen. Mitarbeiter können hier vor allem handwerklich arbeiten, d.h. Prototypen bauen sowie den Einsatz bestimmter Werkzeuge oder Techniken erlernen.

Autor(en): Sarah Lambers


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