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Teils streng bis unfreundlich

Social Media Guidelines im Check


'Das Unternehmen begrüßt ausdrücklich, wenn ihr euch im Web 2.0 engagiert.' Solche klaren Worte pro Social-Media-Engagement der eigenen Mitarbeiter äußern nur wenige Firmen (gut ein Drittel) in ihren Richtlinien zum Verhalten im Web 2.0. Den meisten scheint angesichts der digitalen Aktivitäten ihrer Belegschaftsmitglieder eher mulmig zumute zu sein. Das zumindest geht aus einer Inhaltsanalyse von 55 öffentlich zugänglichen Guidelines hervor, mit denen Unternehmen – in erster Linie sind es Konzerne – das Web-2.0-Verhalten ihrer Mitarbeiter reglementieren wollen. Seit 2009 hat sich die Zahl der veröffentlichten Richtlinien pro Jahr jeweils verdoppelt.

Durchgeführt wurde die Analyse der Guidelines vom Medienbeobachtungsinstitut Ausschnitt, Berlin. Der Untersuchung zufolge fordern v.a. Non-Profit-Organisationen ihre Mitarbeiter ausdrücklich auf, im Web aktiv zu werden. Dagegen zeigen sich selbst Firmen der Kommunikationsbranche, die dem Web 2.0 grundsätzlich positiv gegenüberstehen, besorgt: Sie warnen ihre Mitarbeiter vor Äußerungen, die im Widerspruch zu den Firmeninteressen stehen. Oft bedienen sie sich dabei  Standardfloskeln, die so manchen Mitarbeiter ratlos zurücklassen dürften. Auch die häufig eingeforderte Netiquette wird in den Guidelines oft nicht näher erläutert. 'Und teilweise werden Verbote ausgesprochen, ohne dass für die Mitarbeiter ersichtlich wird, warum diese nötig sind', so Maren Heltsche, Leiterin Social Media Evaluation bei Ausschnitt. Etwa 53 Prozent geben ihren Mitarbeitern Inhaltsempfehlungen, etwa parteipolitische Äußerungen zu unterlassen (Non-Profit-Organisationen) oder 'Nützliches' und 'Interessantes' mitzuteilen – wobei Letzteres Interpretationsspielräume lässt. Wer es genauer wissen will, schaut häufig in die Röhre, denn: 44 Prozent der Firmen nennen in ihren Richtlinien keinen internen Ansprechpartner für Ratsuchende. Erstaunlich ist das v.a. vor dem Hintergrund, dass fast zwei Drittel der untersuchten Guidelines verbindlichen Charakter haben. 27 Prozent schlagen gar einen strengen bis unfreundlichen, ergo direktiven Tonfall an. Die hohe Kunst, Regeln klar zu formulieren, dabei jedoch einen freundlichen Tonfall anzuschlagen, beherrschen viele nicht, so Heltsche. Ob das wohl ein gutes Vorbild für die Mitarbeiter ist, die doch – siehe Netiquette – im Netz freundlich und höflich auftreten sollen?

Autor(en): (jum)

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse können Sie kostenlos auf der Webseite von 'Aussschnitt' herunterladen ...


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