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Agiles Arbeiten lohnt sich 

Scrum, Kanban und Co.


Unter den Anwendern agiler Arbeitsmethoden herrscht große Zufriedenheit: Sowohl die Arbeitsergebnisse als auch die Effizienz verbessern sich in ihren Augen, wenn Scrum, Kanban und Co. zum Einsatz kommen. Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer internationalen Studie der Hochschule Koblenz. Die Wissenschaftler erstellten einen Online-Fragebogen, den rund 600 Beschäftigte aus 20 verschiedenen Ländern beantworteten. Von den Befragten nutzen nur neun Prozent keine agilen Arbeitsmethoden, der Großteil (43 Prozent) arbeitet hybrid – nutzt für seine Projekte also sowohl klassische Managementmethoden als auch agile Ansätze. Selektiv agil arbeiten etwa 29 Prozent der Befragten und jeder Fünfte arbeitet nur noch mit agilen Methoden. Hauptgründe für die Nutzung von Scrum, Kanban und Co. sind die Verkürzung der Dauer der Produktentwicklung, verbesserte Produktqualität sowie eine Verringerung der Risiken. Scheinbar werden diese mit Agilität verknüpften Ziele auch erreicht. Denn 89 Prozent der Befragten geben an, dass die Verbesserungen, die sie durch den Einsatz agiler Arbeitsweisen erreicht haben, den Aufwand ihrer Einführung übersteigen – Agilität lohnt sich also.


Doch was hält die Unternehmen davon ab, Agilität flächendeckend zu nutzen? Das größte Problem scheinen hier die Rahmenbedingungen in den Unternehmen zu sein – also Projektzielvorgaben, Budgetierung und Vorgaben seitens des Topmanagements. Aber auch überforderte Führungskräfte wie Mitarbeitende sind ein Problem. Bei immerhin 28 Prozent der Befragten ist die selektive oder hybride Nutzung von agilen Arbeitsweisen nur ein Zwischenschritt auf dem Weg hin zur vollständigen Agilisierung.

Warum agile Arbeitsmethoden nicht flächendeckend eingesetzt werden
Rahmenbedingungen erlauben es nicht 74%
Wandel überfordert Führungskräfte 41%
Veränderungen sonst nicht durchsetzbar 37%
Wandel überfordert Mitarbeitende 28%
Zustand ist nur ein Zwischenschritt zur vollständigigen Agilisierung 28%
Zu hohe Anforderungen an Auftraggeber/Anwender 21%

Quelle: www.managerseminare.de; Studie: 'Status Quo (Scaled) Agile' der Hochschule Koblenz, n= 639 Befragte, 2020.

Autor(en): Marie Pein


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