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Umbauprojekte nehmen zu

Restrukturierungen in Unternehmen


Outsourcing, Prozessoptimierung, Strategiewechsel – die Zahl der Restrukturierungen in Unternehmen wird im kommenden Jahr steigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Unternehmungsberatung Roland Berger, für die rund 1.000 Experten aus Banken, Versicherungen und Kanzleien befragt wurden. Auslöser für die notwendig werdenden Veränderungsvorhaben sind laut Studie die zunehmende Digitalisierung, disruptive Innovationen sowie die anhaltenden Konsolidierungstrends in vielen Branchen. Zusätzlich verstärkt werden die genannten Changetreiber durch aktuelle geopolitische Entwicklungen, wie etwa Chinas lahmende Konjunktur, ein möglicher Austritt der Briten aus der Europäischen Union, der sogenannte Brexit, und die anhaltende Flüchtlingskrise. Vor diesem Hintergrund prognostiziert die Mehrheit der Befragten ein Abflauen des aktuellen Wirtschaftswachstums, was sich wiederum auf die Restrukturierungspraxis in Unternehmen auswirkt: Die Anzahl und die Komplexität von Umbau-Projekten wird in den kommenden Monaten stark steigen, so das Fazit der Studie. 'Obwohl die Digitalisierung bereits in vollem Gange ist, haben viele Unternehmen noch keine nachhaltige Strategie formuliert', kommentiert Sascha Haghani, stellvertretender Deutschlandchef von Roland Berger, die Ergebnisse. Besonders vom Veränderungsdruck betroffen sind laut Studie drei Wirtschaftsbereiche: die Energiewirtschaft, in der Geschäftsmodelle aufgrund der Energiewende angepasst werden müssen, die Automobilbranche, deren künftiger Erfolg von der Umsetzung innovativer Mobilitätskonzepte abhängen wird, sowie die Konsumgüterindustrie, die mit neuen digitalen Wettbewerbern konkurriert.


Die Studie kann unter www.rolandberger.de/pressemitteilungen heruntergeladen werden.

Aktuelle Risiken für Unternehmen 

Digitalisierung

  • Trotz erhöhtem Druck verfügen viele Unternehmen noch nicht über eine Digital-Strategie, um angemessen mit den Veränderungen in ihrem Geschäftsumfeld umzugehen.
Disruptive Innovationen
  • Von etablierten Anbietern unerwartete Innovationen weisen immer öfter ein so starkes Wachstum auf, dass sie vorhandene Märkte, Produkte oder Dienstleistungen komplett oder teilweise verdrängen.
Konsolidierung von Branchen
  • In einigen Wirtschaftsbereichen, wie etwa der Stahlindustrie oder der Telekommunikationsbranche, verringert sich die Zahl der Unternehmen entweder durch Übernahmen von Konkurrenten oder durch Insolvenz.
Krise in Europa
  • Der mögliche Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union, unverändert hohe Schuldenstände einiger Beitrittsländer sowie nationale Abschottungen bedrohen die europäische Idee und sorgen für Unsicherheit.
Lahmende Konjunktur in China
  • Signifikante Überkapazitäten, ein übersteigertes Kreditwachstum und ein überbewerteter Yuan behindern das Wachstum der chinesischen Wirtschaft und bedrohen Exporterlöse.

Quelle: DB Research, Roland Berger

Autor(en): Nina Carbonetti


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