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Rosige Zeiten für Personalberater

Recruiting-Trends


Die Personalberatungsbranche blickt wieder einmal auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Bereits zum neunten Mal in Folge konnte die Branche 2018 ein Umsatzplus einfahren.

Das ist das Kernergebnis einer Marktstudie des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) unter 200 Peronsalberatungsunternehmen. Der Branchenumsatz, der 2017 noch bei 2,19 Milliarden Euro lag, stieg 2018 um 7,5 Prozent auf 2,36 Milliarden Euro an.


Diese rosigen Zeiten haben die Personalberatungsunternehmen einem einfachen Umstand zu verdanken: Für die Firmen anderer Branchen sieht es gar nicht rosig aus. Es fehlt ihnen nämlich personell an so ziemlich allem – an Führungs- und Fachkräften, an IT-Spezialisten sowie an Nachwuchskräften. Grund dafür ist der zunehmende Mangel an Talenten auf dem Arbeitsmarkt. Um diese Krisensituationen zu meistern, suchen viele Unternehmen  zusätzlich zu den 'Standard-Talenten' verstärkt auch nach Interim Managern. Diese 'Manager auf Zeit' sollen dabei helfen, Kapazitätsengpässe zu überbrücken und Projektteams zu verstärken. In diesem Bereich konnten die Personalberatungsunternehmen im vergangenen Jahr mit neun Prozent  das stärkste Wachstum verzeichnen. Doch auch der Bedarf an Mitarbeitern mit digitalen Skills ist nach wie vor hoch. 2018 hatten von insgesamt 72.000 besetzten Stellen allein 13,5 Prozent einen digitalen Bezug.

Dass Unternehmen ihren hohen Bedarf an Fach- und Führungskräften häufig nicht decken können, liegt auch daran, dass sie Kandidatinnen noch immer zu wenig berücksichtigen. Zwar ist 2018 der Anteil der mit weiblichen Talenten besetzten Stellen im Gegensatz zu 2017 leicht gestiegen (um 1,5 Prozent), Nachholbedarf gibt es hier aber trotzdem noch: Lediglich  in 27,5 Prozent der Fälle, also rund 20.000-mal, entschieden sich Unternehmen dafür, offene Positionen mit Frauen zu besetzen. Den Luxus, überhaupt entscheiden zu können, welchen Bewerber sie einstellen wollen, sollten Unternehmen im Übrigen genießen. Lange wird es den nämlich nicht mehr geben – zumindest nicht, wenn es um High Potentials geht. Denn diese werden zunehmend anspruchsvoller. Deutlich wird das vor allem daran, dass sie zum Beispiel nur sehr zögerlich auf Ansprachen von Headhuntern über Social Media reagieren oder auf Job­angebote erst spät eine Rückmeldung geben – und dann häufig eine negative. Dies ist hauptsächlich dann der Fall, wenn Unternehmen keine Aussicht auf eine ausgeglichene Work-Life-Balance bieten. Ohne Möglichkeiten wie auf Teilzeit umzuschwenken oder ein Sabbatical einzulegen, schlucken Nachwuchskräfte nur noch sehr selten den Recruiting-Köder – auch wenn er noch so schmackhaft aussieht.

Top-Trends der Personalberatungsbranche
Der persönliche Kontakt zu Kandidaten ist weiterhin essenziell > 99% Zustimmung
Die persönliche Beurteilung des Bewerbers durch den Personalberater ist weiterhin gefragt > 97% Zustimmung
Beratungsqualität und -inhalt werden immer wichtiger > 97% Zustimmung
Personalberater brauchen verstärkt Fähigkeiten im Krisenmanagement, weil sich die Situation auf dem Bewerbermarkt verschärft > 95% Zustimmung
Kandidaten sind zunehmend genervt aufgrund der Vielzahl der Ansprachen und reagieren nur noch auf Top-Angebote > 87% Zustimmung
Kandidaten legen starken Wert auf Teilzeitmodelle, Sabbaticals und ähnliche Angebote zur Förderung der Work-Life-Balance > 87% Zustimmung
Die langfristige Begleitung und Karriereberatung von Kandidaten durch den Personalberater wird zunehmen > 83% Zustimmung
Durch die schwierige Kandidatensituation werden Personalberatungen zukünftig weniger Probleme haben, das Retainer Vergütungsmodell (Honorarvorschuss) durchzusetzen > 76% Zustimmung

Quelle: www.managerseminare.de, Studie 'Personalberatung in Deutschland 2019' des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberatungen (BDU), n=200, 2019.

Autor(en): Sarah Lambers


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