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Chief Digital Officer gesucht

Recruiting-Trends


Ungeachtet der wachsenden Zahl an Job- und Networking-Plattformen: Führungspositionen werden in Deutschland nach wie vor durch Headhunter besetzt, wie eine aktuelle Marktstudie zeigt. Immer öfter gesucht: Experten für den digitalen Wandel.


Wenn es um die Auswahl von High Potentials und erfahrenen Führungskräften geht, vertrauen deutsche Unternehmen weiterhin auf die Unterstützung von Personalberatern: 57.400 Positionen wurden im vergangenen Jahr durch Headhunter besetzt – rund 4.000 mehr als im Vorjahr. Bei zwei Dritteln der vermittelten Kandidaten lag das Jahreseinkommen zwischen 75.000 und 250.000 Euro. Aufgrund des eifrig rotierenden Jobkarussells erzielten die 2.000 in Deutschland ansässigen Personalberatungen 2015 ein sattes Plus: Ihr Umsatz stieg um 6,8 Prozent auf insgesamt 1,8 Milliarden Euro. Das geht aus der Marktumfrage 'Personalberatung in Deutschland' hervor, die der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) im Mai 2016 veröffentlicht hat und an der sich rund 300 Personalberatungen beteiligten. Ausschlaggebend für die positive Entwicklung der Branche war demnach die Maschinenbau- und Konsumgüterindustrie, die 2015 mit jeweils 13 Prozent zu den stärksten Nachfragern nach Personalberatung gehörten. Die Telekommunikationsbranche folgt mit 10,5 Prozent, die Chemie- und Pharmabranche ist mit einem Anteil von neun Prozent an den Such-Mandaten auf Platz drei. 

Digitaler Wandel verändert den Personalbedarf
Immer größeren Einfluss auf das Recruiting in Unternehmen hat die zunehmende Digitalisierung. Und zwar in zweierlei Hinsicht. Zum einen verändert sich durch den Wandel der Personalbedarf durch Firmen. Besonders gesucht sind etwa Technikspezialisten und Manager mit Digitalkompetenz. Immer häufiger werden neue Positionen geschaffen, wie etwa die des Chief Digital Officers (CDO). Da die Anforderungsprofile dieser Stellen sehr speziell sind und oft Fähigkeiten gefragt sind, die sich nur durch ausgefeilte Diagnostik ermitteln lassen, sind Unternehmen bei der Besetzung dieser Positionen verstärkt auf die Hilfe von Headhuntern angewiesen.
Zum anderen entstehen durch die Digitalisierung neue technische Möglichkeiten, die Unternehmen stärker in die Lage versetzen, in Eigenregie geeignete Kandidaten zu finden – etwa durch die Suche in sozialen Medien oder durch den Aufbau eigener Datenbanken. 'Wir gehen davon aus, dass Unternehmen künftig öfter selbst im Internet nach geeigneten Mitarbeitern fahnden – zumindest bei der Besetzung von Positionen auf der unteren Führungsebene', sagte Fachverbands-Vorsitzender Wolfram Tröger auf dem BDU-Kongress im Mai 2016. 

Bewerber wird zum Umworbenen
Derzeit müssen Unternehmen allerdings mit höheren Ausgaben für die Personalsuche rechnen. Ein Grund: Die Suche nach geeigneten Bewerbern wird aufwendiger, weil in vielen Bereichen bereits Fachkräfte fehlen. Immer öfter sind Personalberater daher darauf angewiesen, auch im Ausland nach geeigneten Kandidaten zu suchen, was den Prozess länger und die Beratungsleistung häufig auch teurer werden lässt. Oft zieht sich die Besetzung allerdings auch dann noch in die Länge, wenn bereits mehrere aussichtsreiche Stellen-Aspiranten gefunden sind. 'Die Kandidaten sind anspruchsvoller', erklärt BDU-Vize-Präsidentin Regine Ruppert diese Entwicklung. Schließlich wissen gute und erfahrene Wissensarbeiter um den Mangel an Fachkräften und verfügen über ein gesundes Selbstbewusstsein. Sie erwarten Wertschätzung und Aufmerksamkeit und wollen auf Augenhöhe wahrgenommen werden. Allen voran bringt die Generation Y diesen Anspruch zum Ausdruck. Unternehmen müssten in diesem Prozess oft noch lernen, auf diese ungewohnten Forderungen einzugehen, sagte Ruppert. Die Personalberater fungierten hierbei als Vermittler und häufig auch Übersetzer zwischen den unterschiedlichen Kulturen. Umdenken müssen viele Firmen offenbar auch noch beim Thema Diversity. Denn ein Blick auf die Altersstruktur und das Geschlecht der vermittelten Kandidaten zeigt deutlich: Der ideale Stellen-Aspirant der Unternehmen ist nach wie vor deutsch, männlich und um die 40. Laut den BDU-Daten betrug der Anteil der platzierten weiblichen Kandidaten nur 23 Prozent, der Anteil der Manager mit Migrationshintergrund lediglich 7 Prozent.

Ein weiterer Trend: Die Betreuung der vermittelten Führungskräfte durch Personalberater geht immer öfter über deren Start im neuen Job hinaus – in Form eines Onboarding-Coachings oder Implacements. Offenbar halten Unternehmen diese Investition für notwendig, um sicherzustellen, dass die Eingliederung gelingt und das teuer gewonnene Personal langfristig an das Unternehmen gebunden wird.

Als Fazit lässt sich festhalten: Infolge des Fachkräftemangels, aber auch des längeren Such- und Verhandlungsprozesses aufgrund neuer Stellenprofile und selbstbewusster Bewerber werden die Kosten für das Recruting weiter steigen.

Die Studie kann unter info@bdu.de angefragt werden.

Wachstumsprognose für 2016
Ausgehend von ihrer Auftragslage prognostiziert die Personalberatungsbranche in welchem Wirtschaftssegmenten starker Personalbedarf bzw. -wechsel stattfinden wird.

Maschinenbau:
  • 13,3 (Anteil an Gesamtumsatz 2015) 
  • 9,6 (Umsatzwachstumsprognose 2016) 
  • 8,8 (Umsatzwachstumsprognose 2015)
Konsumgüterindustrie:
  • 13,3 (Anteil an Gesamtumsatz 2015)
  • 7,9 (Umsatzwachstumsprognose 2016)  
  • 8,2 (Umsatzwachstumsprognose 2015)
Telekommunikation: 
  • 10,6 (Anteil an Gesamtumsatz 2015) 
  •  6,4 (Umsatzwachstumsprognose 2016) 
  •  8,3 (Umsatzwachstumsprognose 2015)
Chemie/Pharma: 
  • 9,3 (Anteil an Gesamtumsatz 2015)  
  • 8,7 (Umsatzwachstumsprognose 2016)
  • 7,4 (Umsatzwachstumsprognose 2015)
Professional Services:
  • 6,7 (Anteil an Gesamtumsatz 2015)
  • 9,7 (Umsatzwachstumsprognose 2016) 
  • 8,3 (Umsatzwachstumsprognose 2015)
Healthcare: 
  • 6,4 (Anteil an Gesamtumsatz 2015) 
  • 9,9 (Umsatzwachstumsprognose 2016)
  • 6,8 (Umsatzwachstumsprognose 2015)
Energie- und Wasserversorger:
  • 5,2 (Anteil an Gesamtumsatz 2015)
  • 9,8 (Umsatzwachstumsprognose 2016)
  • 4,7 (Umsatzwachstumsprognose 2015)
Versicherungen:
  • 3,1 (Anteil an Gesamtumsatz 2015)
  • 9,6 (Umsatzwachstumsprognose 2016)
  • 3,9 (Umsatzwachstumsprognose 2015)

Quelle: BDU

Autor(en): Nina Carbonetti

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