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Provokanter Blick in die digitale Zukunft


Im vergangenen US-Wahlkampf kurvte er als einer von vielen eher aussichtslosen Präsidentschaftskandidaten in einem Wohnmobil durch die Lande, das optisch einem Sarg glich. Und auch sonst ist Zoltan Istvan ein Querkopf par excellence: Der Amerikaner ist überzeugt, dass es dem Menschen dank Verschmelzung des Körpers mit neuer Technologie in Zukunft möglich sein wird, den eigenen Tod zu überwinden. Wann, das ist für ihn nur eine Frage der Zeit – und des Geldes, das die Politik bereit ist, in das Projekt Transhumanismus zu stecken. Beim nächsten Zukunftskongress des 2b Ahead ThinkTank, der vom 19. bis 20. Juni 2018 auf Schloss Wolfsburg stattfindet, können Besucher den schräg-visionären Tech-Vordenker aus Übersee live erleben. Auf der Veranstaltung wird Istvan erklären, wie sich der Mensch in Zukunft verändern muss, damit er mit der künstlichen Intelligenz Schritt halten kann. Nicht etwa umgekehrt. Istvan ist nicht der einzige Redner, der mit strittigen Themen im Gepäck zu der Veranstaltung anreist, die unter dem provokativen Motto 'Wie viel Mensch verträgt die Zukunft?' steht. Auch Referent Simon Kos hat Aufreger-Stoff dabei. Er will einen Blick ins Jahr 2028 werfen. Dann, so glaubt er, 'wird jeder Mensch seine Körperdaten in Echtzeit in der Hand haben, und auf diese Weise werden Gesundheit, Krankheit und Tod zu steuerbaren Ereignissen in dessen Verantwortung'. Was klingt wie ein Hirngespinst, ist eine echte Businessvision. Denn Kos ist nicht irgendein Spinner. Er ist Chief Medical Officer beim Software-Konzern Microsoft.

Autor(en): Sylvia Jumpertz

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