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Privatuni Witten/Herdecke

Ermittlungen wegen Betrugsverdachts

Die schlechten Nachrichten für Deutschlands älteste private Hochschule reißen nicht ab: Nachdem das nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerium der Universität Witten/Herdecke Ende Dezember 2008 aufgrund

Die schlechten Nachrichten für Deutschlands älteste private Hochschule reißen nicht ab: Nachdem das nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerium der Universität Witten/Herdecke Ende Dezember 2008 aufgrund eines nicht schlüssigen Wirtschaftsplanes die Landeszuschüsse vorerst gestrichen und die Universität damit in eine existenzielle Krise gestürzt hatte, wurde nun auch noch ein Ermittlungsverfahren gegen die Uni eingeleitet. Laut Informationen der 'Ruhr Nachrichten' soll es namentlich gegen den ehemaligen Uni-Präsidenten Professor Dr. Birger Priddat gerichtet sein. Priddat hatte kurz nach Ausbruch der Krise sein Amt niedergelegt, hat aber weiterhin eine Professur für Volkswirtschaftslehre an der Uni inne.

Strafrechtlich steht der Vorwurf des Betruges im Raum. 'Es ist zu prüfen, ob die Hochschule in Verhandlungen mit dem Land falsche Angaben über ihre Finanzkraft gemacht hat', erklärte Oberstaatsanwalt Bernd Bienioßek von der Staatsanwaltschaft Bochum. Der Ausgang der Ermittlungen sei völlig offen. Ein Sprecher von NRW-Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart beeilte sich daraufhin zu versichern, dass die Ermittlungen – gleich welches Ergebnis am Ende steht – am Finanzierungskonzept für die Universität nicht rütteln werden. Dem Ministerium liege sehr daran, dass die Universität weitergeführt wird.

Die Landesregierung hatte sich mit neuen privaten Förderern Ende Januar gemeinsam auf einen Plan zur Finanzierung der angeschlagenen Hochschule geeinigt. Um ihren Fortbestand langfristig zu sichern, ist die Hochschule allerdings auf weitere Sponsoren angewiesen. Wie erfolgreich die Suche nach diesen verläuft, dürfte wohl auch vom Ergebnis des Ermittlungsverfahrens abhängen.

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