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Deutschland liegt bei beruflicher Fortbildung vorn

OECD-Bericht


Deutschland investiert im internationalen Vergleich überdurchschnittlich viel in die nicht formale berufliche Fort- und Weiterbildung. Dies geht aus dem aktuellen Bildungsbericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) 'Bildung auf einen Blick 2011' hervor. Die Teilnahmequote Erwachsener an nicht formalen berufsbezogenen Bildungsmaßnahmen ist der Erhebung zufolge lediglich in Schweden, Norwegen, Finnland und der Schweiz höher. In ihrem Erwerbsleben kommen die Bundesbürger im Schnitt auf 1.017 Stunden Unterricht in nicht formalen berufsbezogenen Bildungsmaßnahmen­ ­– über ein halbes Arbeitsjahr. Der Durchschnitt liegt in den OECD-Ländern bei 715 Stunden.

Weniger gut kommt Deutschland dagegen laut OECD-Analyse in einem anderen Feld weg. Erstmals hat die OECD Daten über die Entwicklung der Abschlüsse im Sekundar- und im Tertiärbereich der vergangenen 50 Jahre ausgewertet. 'Und laut diesen Daten sieht es in Deutschland bei der tertiären Bildung wesentlich schlechter aus als in anderen OECD-Ländern', so die OECD-Sprecherin Marie Antonie Kerwien. Vor einem halben Jahrhundert erlangte hierzulande jeder fünfte junge Erwachsene einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss, Meisterbrief oder Ähnliches. Jetzt ist es jeder vierte – eine im Vergleich zum Ausland äußerst magere Zuwachsquote. Der Mangel an Hochqualifizierten hat laut OECD negative Folgen sowohl für die Wirtschaft wie auch den Staat. Die Wirtschaft muss die raren Fachkräfte hierzulande besonders teuer bezahlen. Und der Staat könnte mit mehr Hochqualifizierten mehr einnehmen. Denn, so rechnet die OECD vor, kein Arbeitnehmer bringt der Gesellschaft mit seinen Einkommensteuern und Sozialabgaben so viel Geld ein wie ein Hochqualifizierter: Durchschnittlich 169.000 Dollar sind es bei einem Mann mit Hochschulabschluss oder Meisterbrief – und damit deutlich mehr als das, was der Staat in ihn investiert hat. Nur in den USA sind die öffentlichen Erträge aus Bildung noch höher.

Autor(en): (jum)

Der über 600 Seiten starke Bericht steht zum kostenlosen Download auf der Webseite der OECD bereit.


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