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Scrum? Kenn ich nicht!

New-Work-Realität in Unternehmen


Werden Mitarbeiter und Führungskräfte deutscher, österreichischer und Schweizer Firmen nach agilen Arbeitsansätzen gefragt, stellt sich bei vielen Ratlosigkeit ein. Denn der Bekanntheitsgrad agiler Methoden ist gering, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Laut dem Agilitätsbarometer 2017 der Firmen Haufe, Freiburg, und Promerit, Frankfurt/Main, haben nur 18 Prozent der Mitarbeiter jemals etwas vom agilen Ansatz Scrum gehört. Bei den Führungskräften sieht es ein wenig, aber nicht viel besser aus: 42 Prozent ist der Ansatz bekannt. Andere agile Methoden provozieren bei beiden Gruppen ungefähr genauso viele Fragezeichen, zeigt die repräsentative Erhebung, die unter Leitung von Heiko Weckmüller, Professor an der Essener FOM Hochschule für Ökonomie und Management, stand, und für die insgesamt 1.000 Führungskräfte und 1.800 Mitarbeiter aus Firmen mit über hundert Angestellten befragt wurden.


Was auf den ersten Blick erstaunt: Dass Agilität hilft, sich rascher auf das Marktumfeld einzustellen, dass sie die Ergebnisqualität hebt und die Innovationskraft steigert – diese Ansichten scheinen relativ weit verbreitet. Und 47 Prozent der Mitarbeiter sowie 64 Prozent der Führungskräfte fänden es grundsätzlich sinnvoll, wenn in ihren Firmen agile Methoden eingeführt beziehungsweise ausgeweitet würden. Mehr noch: 59 Prozent der Mitarbeiter und sogar 70 Prozent der Führungskräfte halten ihr eigenes Unternehmen sogar heute schon für überdurchschnittlich agil. Wieso aber ist dann über die konkreten Methoden und Ansätze zur Steigerung der Agilität so wenig bekannt? Womöglich liegt es an einem falschen Verständnis von Agilität. Viele verstehen darunter bislang nichts anderes als die flexible Gestaltung von Arbeitszeit und -ort. Agilität ist jedoch weitaus mehr. Sie erfordert nicht nur neue Methoden wie Scrum und Co., sondern auch das entsprechende Mindset dahinter. 'Unternehmen müssen das Bewusstsein für agile Methoden weiter schärfen, wenn sie die Transformation in die neue Arbeitswelt erfolgreich gestalten möchten. Dazu braucht es vor allem einen kulturellen Wandel', so Haufe-Geschäftsführer Joachim Ratzinger.

Das Agilitätsbarometer steht unter http://bit.ly/2w0EJPF zum kostenlosen ­Download bereit.

Nutzungsgrad agiler Methoden 2017

Führungs­kräfte
  • immer, fast täglich 4%
  • oft, einmal pro Woche 11%
  • manchmal 11%
  • selten 4%
  • nie 70%

Mitarbeiter
  • immer, fast täglich 1%
  • oft, einmal pro Woche 3%
  • manchmal 3%
  • selten 2%
  • nie 90%

Quelle: Haufe: „Haufe Agilitätsbarometer 2017“, n=2.800 (1.800 Mitarbeiter und 1.000 Führungskräfte). Grafik:
www.manager­seminare.de

Autor(en): Sylvia Jumpertz

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