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Nach drei Jahren Rezertifizierung

Neues Zertifikat für Coachs


Mit dem kecken Spruch 'Den Coaching-Verbänden vorausgedacht' rührten Mitte Januar 2009 die beiden Coachs Dr. Rolf Meier und Axel Janßen – ehemals Vorstandsvorsitzender im dvct – die Werbetrommel für eine neue Coach-Zertifizierung, die sie seit Februar 2009 über ihr gemeinsames Hamburger Unternehmen Corporate Work/Die Coaches anbieten. Die Zertifizierung ist an der von Meier und Janßen entwickelten Coaching-Philosophie bzw. Ausrichtung orientiert, die die beiden vor fast einem Jahr unter dem Namen 'Hamburger Schule' publik gemacht haben.
 
Die selbstbewusste Titulierung ihres Coaching-Verständnisses als 'Schule' halten die beiden Coachs für gerechtfertigt, weil es sich dabei – so Janßen – um mehr als beispielsweise einen Ansatz oder ein Kompetenzmodell handele. Tatsächlich führen die beiden ungewöhnlich genau aus, was Coaching – insbesondere das von ihnen vertretene 'Systemische Management Coaching' – ist, und was es nicht ist, welche theoretischen Grundsätze ihrem Coaching-Verständnis zugrunde liegen, welche Kompetenzanforderungen sie an Coachs herantragen, welche methodischen und ethischen Anforderungen, welche Ausbildungsziele usw. 'In einem Verband hätte man aufgrund der dort herrschenden Meinungsvielfalt und des Zwangs zur Kompromissbildung nicht zu solch einem geschlossenen Konzept kommen können', meint Janßen.

Ihren eigenen Weg gehen er und sein Kompagnon Meier nun auch mit der neuen Zertifizierung, die am Coaching-Verständnis der Hamburger Schule ausgerichtet ist. Diese Zertifizierung wird sowohl Teilnehmern der hauseigenen Ausbildung zum Systemischen Management Coach angeboten als auch Externen. Und zwar als Alternative oder Add-on zur Zertifizierung nach dvct-Standards – die Janßen und Meier als dvct-Verbandsmitglieder ebenfalls weiterhin im Programm haben. In Konkurrenz zum in etwa gleich teuren dvct-Zertifikat stehe das neue Zertifikat nicht, betont Janßen. Das Zertifikat nach Hamburger Schule belege schlicht die Orientierung an dieser Coaching-Ausrichtung. Indes: Einen höheren Qualitätsanspruch wollen Janßen und Meier durchaus vertreten, sie sprechen von ihrer Zertifizierung als von einem 'Angebot im High-End-Segment'. Sie knüpfen die Zertifizierung an ein relativ umfangreiches Bündel von Prüfschritten (schriftlich, mündlich, durch Beobachtung) und Auflagen.

Ungewöhnlich in der Coaching-Szene ist vor allem das strikte Rezertifizierungsverfahren. Die Zertifizierung ist nur drei Jahre gültig und erfordert dann eine (kostenlose) Neu-Prüfung. Das soll sicherstellen, dass das Coaching-Know-how des Absolventen nicht zwischenzeitlich eingerostet ist. Die Neuzertifizierung besteht unter anderem aus dem Nachweis von mindestens drei Coaching-Kunden pro Jahr mit insgesamt 30 Coaching-Stunden, aus mindestens drei dokumentierten Coachings nach dem Coaching-Prozess der Hamburger Schule sowie einer schriftlichen Selbstreflexion, die die Entwicklung der eigenen Kompetenzen seit der Zertifizierung beschreibt und einen Ausblick auf die Zukunft bietet. Meier und Janßen werben damit, mit ihrer Rezertifizierungsauflage in der Coaching-Landschaft Neuland zu beschreiten. Auflagen, wie die Pflicht zur stetigen Fortbildung, die einige Verbände an Coachs herantragen, empfinden die beiden Hamburger als nicht vergleichbar. Janßen dazu: 'In der Regel wird nicht geprüft, ob die besuchten Weiterbildungen wirklich relevant für die Coaching-Praxis sind.'

Autor(en): (jum)


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