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Neuer Rat für die ­Arbeitswelt


Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung war der Vorstoß vereinbart worden, jetzt ist er in die Tat umgesetzt: Ende Januar 2020 stellte Arbeitsminister Hubertus Heil der Öffentlichkeit den neuen unabhängigen 'Rat der Arbeitswelt' vor. Das Gremium soll von nun an 'Veränderungen und damit einhergehende Herausforderungen in der Arbeitswelt analysieren, darstellen, Handlungsempfehlungen geben und diese Erkenntnisse sowohl für die Politik wie auch für die betriebliche Praxis nutzbar machen'. Konkret heißt das: Der Rat wird ab Frühjahr 2021 jedes Jahr einen Bericht zu einem zentralen Thema aus der Arbeitswelt vorlegen. Die Expertengruppe besteht aus elf Akteuren aus Forschung und Praxis, darunter Janina Kugel, die bis Februar 2020 Personalvorstand bei Siemens war, Frank Bsirske, ehemaliger Vorsitzender der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und Bettina Volkens, bis Ende 2019 Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektorin der Deutschen Lufthansa AG. An der Besetzung des Gremiums wurde auch schon Kritik laut. So bemängelte das Verbandsmagazin des Bundesverbands der Personalmanager (BPM), der Human Resources Manager, dass sich in der Expertengruppe – bei aller Kompetenz der Beteiligten – drei virulente Felder der Arbeitswelt personell nur unzureichend widerspiegeln würden: Es fehlen Personen unter 40 Jahren sowie Ostdeutsche. Und auch das Feld Digitalisierung und Dienstleistung sei unterrepräsentiert. Immerhin herrscht in dem Gremium mit fünf Frauen und sechs Männern annähernd Gender-Balance.

Autor(en): Sylvia Jumpertz


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