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Mythen auf dem Prüfstand

Neue Arbeitswelt


Sind die deutschen Fach- und Führungskräfte in Sachen Arbeitskultur und Organisationsstruktur 4.0-Fans oder -Verweigerer? Die Wahrheit liegt dazwischen, wie die Studie 'Organigramm deutscher Unternehmen' zeigt, die die Stellenbörse Stepstone gemeinsam mit der Unternehmensberatung Kienbaum publiziert hat.

Die Erhebung beruht auf einer umfangreichen Stichprobe: Befragt wurden insgesamt 14.317 Mitarbeiter, darunter 40 Prozent Führungskräfte, 50 Prozent Fachkräfte und zehn Prozent Mitarbeiter in anderer Position. Was sie zu Protokoll gaben, deutet darauf hin, dass die Beschäftigten in deutschen Unternehmen weniger unbeweglich, beharrend und nörglerisch eingestellt sind, als ihnen häufig unterstellt wird. Sie zeigt aber auch: Manches alte Bedürfnis wird auch in einem Umfeld mit flacheren Hie­rarchien nicht gleich obsolet. Die bemerkenswertesten Irrtümer:

Mitarbeiter in Deutschland wollen keine Veränderungen.
Diese Behauptung gehört laut der Studie ins Reich der Mythen. Eher ist das Gegenteil der Fall: 55 Prozent der Fachkräfte sind der Ansicht, die aktuelle Organisationsstruktur ihres Unternehmens sei für die Zukunft nicht geeignet. Dabei glaubt ein Großteil der Fachkräfte, dass durch veränderte Unternehmensstrukturen Innovationen in ihren Firmen wahrscheinlicher würden als sie es derzeit sind. So halten 58 Prozent der Fachkräfte ihr Unternehmen aktuell für nicht innovativ. Die Mitarbeiter sind auch bereit, mehr Verantwortung im Unternehmen zu übernehmen: Insgesamt wünschen sich drei Viertel der befragten Fachkräfte mehr davon in ihrem Job.

Führungskräfte interessieren sich bloß für Ergebnisse.
Auch das stimmt nicht. Laut der Studie wissen Führungskräfte sehr wohl, welche Bedeutung ihr Führungsstil hat. 95 Prozent der befragten Leader stimmen der Aussage zu, dass ein guter Führungsstil einen großen Einfluss auf die Mitarbeiterbindung hat. Demnach achten die Führungskräfte nicht nur auf das Erreichen von Zielen und Ergebnissen – auch gute Mitarbeiter zu halten, spielt für sie eine bedeutende Rolle. Dennoch gibt es laut der Erhebung in Sachen Leadership noch Luft nach oben. Denn sechs von zehn befragten Fachkräften glauben, dass das Verhalten der Führungskräfte in ihrem Unternehmen nicht geeignet ist, um den Herausforderungen der Zukunft und den Veränderungen der Märkte gerecht zu werden. Das betrifft neben den persönlichen Eigenschaften auch die Führungsmuster und -stile.

Ein Großteil der deutschen Fachkräfte hat innerlich gekündigt.
Das ist ebenfalls falsch. Den regelmäßigen Gallup-Studien zum Trotz: Etwas mehr als die Hälfte der Fachkräfte in Deutschland ist mit der eigenen beruflichen Tätigkeit eher zufrieden. Interessant: Der höchste Anteil an zufriedenen Mitarbeitern findet sich in Unternehmen, die agil organisiert sind.

Die Zeiten, in denen sich Mitarbeiter Chefs wünschen, die ihnen zeigen, wo es langgeht, sind vorbei.
Auch das ist nicht richtig. Zwar halten die befragten Fachkräfte mehrheitlich den aktuellen organisationalen Aufbau ihres Unternehmens, der in rund 58 Prozent der Fälle noch als strikt hierarchisch bezeichnet werden kann, für wenig zukunftstauglich. Doch wenn Unternehmen auf flache Strukturen und schnelle Entscheidungswege setzen, heißt das nicht, dass Mitarbeiter einen Vorgesetzten ablehnen, der klare Ansagen macht. Im Gegenteil: Die Mehrheit wünscht sich einen solchen Chef. Und Führungskräfte sind für das persönliche Empfinden von großer Bedeutung: Neun von zehn Fachkräften meinen, dass ein guter Chef wichtig für ihre Jobzufriedenheit ist.

Kostenloser Download der Studie unter http://bit.ly/2u8ejWT

Autor(en): Sylvia Jumpertz

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