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Mit Frauen an der Spitze schneiden Teams besser ab


Teams unter weiblicher Leitung erzielen bessere Ergebnisse als Teams mit männlichen Führungskräften. Das zumindest haben Wissenschaftler der italienischen Universitäten Kalabrien und Mailand in einer Studie herausgefunden, die das Bonner Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA) nun veröffentlicht hat. 430 Studierende beteiligten sich an der Untersuchung und erklärten sich dazu bereit, einen Teil ihrer Abschlussprüfung als Teamarbeit zu absolvieren. Die Zusammensetzung der Teams inklusive Besetzung der Führungspositionen wurde per Los bestimmt. Der Teamleitung kam die Aufgabe zu, gemeinsame Arbeitstreffen zu organisieren und die Vorbereitung auf die Abschlussprüfung zu koordinieren. Wie gut ihr dies gelang, wurde an den Abschlussnoten der Teammitglieder festgemacht. Es zeigte sich, dass die frauengeführten Teams bessere Noten erzielten als die Mitglieder der Teams, die unter männlicher Führung standen. Besonders Frauen schnitten unter weiblicher Führung besser ab. Die Teamleiterinnen selbst erbrachten hingegen schwächere Prüfungsleistungen als ihre Teamkolleginnen. Die Forscher führen das darauf zurück, dass Führungsfrauen mehr Zeit für das Wohl der Gruppe opfern, indem sie betreuen, unterstützen und koordinieren, auch wenn ihre eigene Vorbereitung darunter leidet. Männer scheinen das jedoch nur wenig zu würdigen. Sie bewerteten die weibliche Teamführung im Schnitt schlechter als die männliche.

Autor(en): Sarah Lambers


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