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Maschinen sollen empathisch werden


Wieder mal einen Wutanfall erlitten, weil die Technik nicht so wollte, wie man selbst? Zusammenstöße dieser Art zwischen Mensch und Maschine sind in Zukunft womöglich Schnee von gestern. Zumindest wird am Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), Stuttgart, neuerdings daran geforscht, wie sich technische Arbeitsumgebungen unter Einbeziehung neurowissenschaftlicher Erkenntnisse nutzerfreundlicher gestalten lassen. Im neu gegründeten NeuroLab (http://bit.ly/1LD2Xui) wollen die Wissenschaftler z.B. erkunden, welche Reaktionen der Umgang mit digitalen Assistenzsystemen in den Köpfen von Probanden auslöst. Dabei arbeiten sie beispielsweise mit der Messung von Hirnströmen (EEGs) und von Muskelaktivitäten im Gesicht. Ziel ist die Entwicklung einer Technologie, die Hirnzustände wie Stress, Freude oder Ärger beim User erkennt und das Verhalten des Assistenzsystems automatisch daran anpasst. 'Mit dem Brückenschlag zur Neurowissenschaft heben wir die Arbeitsforschung auf eine neue Ebene. Erkenntnisse über das Erleben, die Motivation und die Belastung bei der Arbeit helfen uns, Geräte viel menschengerechter zu gestalten und so erfolgreich am Markt zu platzieren', erklärte Wilhelm Bauer, Institutsleiter des Fraunhofer IAO, anlässlich der Eröffnung des neuen Instituts im Oktober 2015.

Autor(en): Sylvia Jumpertz

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