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Freiheit entfesselt nicht jeden

Kreativität


Wenn man allen Mitarbeitenden ein Höchstmaß an Autonomie einräumt, stellt sich bei allen auch ein hohes Maß an Kreativität ein? So einfach ist es nicht, zeigt eine experimentelle Studie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Die beiden Wirtschaftswissenschaftler Alexander Brem, Inhaber des FAU-Lehrstuhls für Technologiemanagement, und Verena Utikal, Juniorprofessorin für Verhaltensökonomik an der FAU, stellten in der Untersuchung fest, dass nicht jeder Persönlichkeitstyp durch hohe Freiheitsgrade zu kreativen Höhenflügen animiert wird. Abhängig ist dies vielmehr davon, ob die Person besonders impulsiv ist oder nicht.


Für ihre Untersuchung ermittelten die Forscher zunächst mit einem standardisierten Fragebogen (Barratt Impulsiveness Scale) den Impulsivitätsgrad ihrer 233 Probanden. Im Folgenden hatten die Teilnehmenden verschiedene Aufgaben zu bearbeiten. Zum einen einfache Rechenarbeiten als Routineaufgabe, zum anderen eine kreative Aufgabe: Sie sollten aus einem Set von Buchstaben so viele verschiedene Wörter wie möglich bilden. Eine Probandengruppe musste zuerst die eine Aufgabe erledigen und durfte sich dann erst der anderen zuwenden. Die andere Probandengruppe durfte zu jedem Zeitpunkt eigenständig zwischen der kreativen und nicht kreativen Aufgabe wechseln. Fazit: Wer besonders impulsiv war, profitierte von letzterem Setting, wer es nicht war, von ersterem. Den Wissenschaftlern zufolge bedeutet dies, dass es kein 'universell gültiges Arbeitsmodell' gibt. 'Sagt man hoch impulsiven Menschen, sie sollen zum Beispiel immer nur freitags acht Stunden an kreativen Aufgaben tüfteln, ist das vermutlich weniger effizient als ihnen den Freiraum zu geben, sich diese acht Stunden über die Woche selber einzuteilen', so Alexander Brem. Umgekehrt scheint es wenig impulsive Menschen jedoch zu blockieren, wenn sie kein festgelegtes Zeitschema haben, in dem sie sich bewegen können, vermutet der Wissenschaftler. Die englischsprachige Originalpublikation ist unter bit.ly/2WjTjKx verfügbar.

Autor(en): Sylvia Jumpertz


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