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Konservative Karrieregestaltung


In Deutschland sind Frauen über die Rolle als Hinzuverdienerinnen der Familie immer noch nicht hinaus. Laut einer Studie des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Uni Duisburg-Essen arbeiteten Frauen hierzulande im Jahr 2015 im Schnitt 8,2 Wochenstunden kürzer als Männer, nämlich 30,1 Stunden. Damit hinkt Deutschland dem Rest Europas hinterher, wo die Arbeitszeitlücke 2015 durchschnittlich nur 5,8 Stunden betrug. Allerdings ist die Gender Time Gap in Großbritannien und den Niederlanden noch größer als bei uns. Arbeitszeitforscherin Angelika Kümmerling spricht von im Zeitverlauf 'erstaunlich stabilen' Unterschieden. Eine Rolle spielen neben konservativen Vorstellungen wohl auch strukturelle Faktoren – etwa Steuersysteme, die das Daheimbleiben von Müttern honorieren.

Autor(en): Sylvia Jumpertz

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