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Ausgezeichnete Demografie-Arbeit

Kollegen als Krisenhelfer


Die REWE Gruppe, der Deutsche Caritasverband und der Arbeitgeberverband Nordostchemie haben vielen Firmen etwas voraus: Sie lassen das Thema demografischer Wandel nicht schleifen, sondern kümmern sich darum, die Beschäftigungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter langfristig zu erhalten.

Für ihr Engagement wurden die Organisationen im November 2015 mit dem Demografie Exzellenz Award geehrt. Mit diesem Preis zeichnen der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) und das Demographie Netzwerk (ddn) seit 2010 Organisationen aus, die vorbildliche Projekte zum Umgang mit dem demografischen Wandel umgesetzt haben. War der Unternehmenswettbewerb bisher lediglich auf Baden-Württemberg beschränkt, so fand er 2015 erstmalig bundesweit statt. Der Kölner Handelskonzern REWE trug den Sieg für sein Projekt LoS davon: Das Unternehmen bildet Mitarbeiter zu sogenannten Erstberatern aus. Diese stehen Kollegen, die in eine persönliche Krise geraten sind – etwa durch den Tod eines Angehörigen oder einen Pflegefall in der Familie – beratend und helfend zur Seite. 'In solch einer Situation ist es oft leichter, sich einem Kollegen anzuvertrauen, als gleich zum Vorgesetzten oder zum Arzt zu gehen', erläutert Roland Kraemer, Funktionsbereichsleiter Gesundheitsmanagement bei REWE, die Idee dahinter. Bisher sind über hundert Mitarbeiter zu Erstberatern ausgebildet worden. Und rund 300 Kollegen haben deren Hilfe bereits in Anspruch genommen, meldet das Unternehmen.

Der Deutsche Caritasverband aus Freiburg überzeugte mit der 'Initiative der Caritas zum demografischen Wandel'. Dahinter steckt ein noch bis 2017 fortlaufendes Projekt, bei dem z.B. in den verschiedenen Feldern der Sozialarbeit – etwa der Altenhilfe und der Jugendarbeit – neue, den demografischen Wandel berücksichtigende Ansätze entwickelt werden. Der Arbeitgeberverband Nordostchemie wiederum wurde für einen besonders fortschrittlichen Flächentarifvertrag zur lebensphasengerechten Arbeitszeitgestaltung ausgezeichnet. Unter anderem sieht der Vertrag flexible Übergangsformen in den Ruhestand vor. Außerdem können die Mitarbeiter ihre Arbeitszeit an ihre jeweilige Lebensphase anpassen.

Autor(en): Sylvia Jumpertz

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